
3 Tage, 3 Städte, 30 000 Fotos später. Rotorua kommt uns schon sehr weit weg vor, könnte daran liegen, dass es das mittlerweile auch ist. Am Freitag haben wir uns auf den Weg nach Hamilton gemacht, haben dieses aber nur durchfahren und sind weiter gereist nach Auckland.
Auckland ist wohl wie fast jede andere Großstadt. Mit etwa 1,1 Mio. Einwohnern ist sie definitiv die größte Stadt Neuseelands (jeder 4. Neuseeländer wohnt hier). Auch wenn das Kulturprogramm, einige Sehenswürdigkeiten, sowie die Abendgestaltung Auckland zu einem interessanten Örtchen machen, vermisst man doch das typisch Neuseeländische an dieser Großstadt.
Erkennen lässt es sich allerdings doch an einigen Stellen. So z.B. am Skytower. Dem Wahrzeichen Aucklands und dem mit 328 m Höhe immer noch höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre. So ist es nicht einfach ein Turm, von dem man einen grandiosen Blick auf die Stadt und die umliegenden Vororte hat, oder der vll sogar mit einem hübschen Drehrestaurant glänzt, wie z.B. der Mannheimer Fernmeldeturm. Nein, nein. Ein Weg seinen Spaß zu haben auf, neben oder um das Türmchen herum, ist ein Sprung aus 192m Höhe. Dabei wird man ähnlich wie beim Bungy Jumpen an einem Seil festgemacht und an 2 weiteren sicher in die Tiefe „geleitet“ mit etwa 80 km/h. Es ist wohl der höchste Sprung in Neuseeland. Allerdings dafür nicht unbedingt der schnellste, da man eben doch schauen muss, dass keiner an das Betongehäuse dotzt. Eine zweite Möglichkeit wäre der Skywalk. In ca. 200 m Höhe läuft man an einem Seil gesichert um den Turm herum und kann sie so auch mal über den Rand herauslehnen ohne gleich einen Sprung zu wagen. Der dritte Weg seinen Adrenalinspiegel in die Höhe schießen zu lassen, ist den Turm bis fast zur Spitze zu besteigen von innen per Leiter. Wie ihr also seht ist das nur etwas für Wagemutige. Der Glasboden von der Aussichtsplattform oder dem Lift aus sind nur einige Dinge, die man ansonsten entdecken kann.
Aber ich schweife etwas ab. Auckland hatte natürlich noch mehr zu bieten, wie den Skytower. So sind wir z.B. auf den Victoria Market gegangen, haben den Hafen unsicher gemacht, wollten das Museum besuchen, was schon geschlossen hatte, sind mehrfach über die Harbour Bridge gefahren, haben mit einem ca. 2 000 km Fußmarsch alle Straßen in Auckland gesehen, die man nur sehen kann, ohne auf einem Highway zu landen.
Nach etwas mehr als 2 Tagen hat man aber wieder genug von der Großstadt und wir haben uns in die Wildnis gestürzt. Wangarei. Oder Whangarei. Die Geschichte mit dem h.
Whangarei ist wohl mit seinen paar 10 000 Einwohnern die größte „Stadt“ im Norden von Auckland. Zu sehen gibt es das lokale Uhrenmuseum (13 000 Uhren),...... joah und ich glaube das war es schon. Aber wir haben es besucht. Außerdem natürlich außerhalb einen Wasserfall, der wirklich beeindruckend war und einige wunderschöne Strände. Das Wetter hatte sich allerdings die ganzen Tage über, dem Wasserfalls angepasst. Das Auto blieb immerhin sauber dadurch. Bis heute. Aber dazu gleich mehr.
Nachdem wir sogar ins Kino gegangen sind gestern Abend in „Funny People“ (wird vermutlich nie erscheinen in Deutschland), sind wir heute morgen wieder früh aufgebrochen noch weiter in den Norden.
Paihia. Ein einziger Strand mit einigen Häuschen außen rum. Allerdings ist es hier traumhaft schön. Hat schon ein bisschen was von den Fiji Islands. Nachdem wir uns eingecheckt hatten in dem lokalen Hostel, sind wir rauf gefahren zum North Cape.
3 Stunden Fahrt. Ein Weg. Also etwa 6-7 Stunden Fahrt insgesamt. Das weiß man hier nie so genau. Mal ist ein Part der Straße einfach gesperrt, oder ein netter Kiwi steht mit einem „STOP“ Schild am Straßenrand und winkt einem mit einem gelangweilten Blick zu und hinter einem bildet sich eine gigantische Schlange im Laufe der darauf folgenden halben Stunde oder 10km Straße werden gerade erst gebaut, während man sich an Baggern und Rießenwalzen vorbei schiebt. Da wir heute Glück hatten, bekamen wir das volle Programm. Bagger, Walzen, Schlammwege, Schotterpisten, Offroad- feeling, 10 000 tote Tiere im Weg, einspurige Bahnen..... etc.
Dafür ist der Weg zum North Cape schon den Aufwand Wert. Vorbei an satten grünen Feldern, Stränden, strahlend blauem Wasser und den freundlich winkenden Kiwis.
Das North Cape ist allerdings doch der Höhepunkt. Tasmanisches Meer und Südpazifik treffen sich an dieser Stelle. Blaues, an manchen Stellen fast durchsichtiges hellblaues Wasser trifft auf Klippen auf oder bildet meterhohe Wellen auf dem Weg zu wunderschönen, einsamen Stränden in versteckten Buchten. (sabber, sabber....ach..... wie poetisch) Man hat einen Blick von einem ca. 300m Hohen Felsen runter auf das Schauspiel. Der Wind bläst dabei fast so stark, dass man sich dagegen lehnen kann.
Weitere schöne Details: ein Briefkasten direkt am North Cape, der offenbar jeden Tag um 9 Uhr geleert wird, ein Touri mit seinen 2 Töchtern, dem sein Stativ umgefallen ist mit seiner Nikon-Kamera drauf („With Canon you can“^^) oder mein Rallye Opel, der heute ausnahmsweise mal gelobt wird.
Auf dem Rückweg sind wir ein Stück über den 90 miles Beach gefahren. Der allerdings nur 64km lang ist. Und für alle, die nun versuchen Kilometer in Meilen um zu rechnen. Nein, es stimmt trotzdem nicht. Klingt einfach cooler. Mit 110 km/h einen Strand runter zu düsen hat allerdings schon etwas atemberaubendes. Auch wenn es nur etwa 15 km von den besagten 64km waren. Dafür hatte ich mein ADAC Fahrsicherheitstraining gleich mit dabei.
Unsere Kochkünste sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Wir steigern uns und zaubern jeden Tag etwas wirklich leckeres auf den Tisch. Selbstgemachte Burger, Spaghetti Carbonara, Bratkartoffeln, Hühnchen mit Pommes...... ach und der Nachtisch.... aufhören zu sabbern. Bilder werden folgen J bzw. Kochbuch.
3 Bilder gaben uns dann doch etwas zu bedenken. Sofern ihr „The Ring“ gesehen habt, oder auch so einfach auf der Suche nach übernatürlichen Kräften seid, dann haben wir was für euch. Seid gespannt.
hallo ihr zwei,
AntwortenLöschenwahnsinn, was ihr so alles erlebt ^^ und das mit einem opel, welchem das schlamm make up ausgezeichnet steht ;)
eure bilder sind wirklich kochbuch bzw. horrorfilmwürdig, andere widerum passen wohl am ehsten in den neuen, nächstjährig erscheinenden bildband "die schönsten plätze neuseelands" :) genug bilder hättest du bestimmt, seb ^^
viele grüße =)
ps: ich hab hier in gießen kiwis gekauft...aus neuseeland...ihr müsst mal kiwis pflücken gehen vll landen die dann hier in meinem müsli ;)
das sieht alles so idylisch aus =)
AntwortenLöschenPassend zu dem Rally-Dreck die Texte für die Aufkleber:
Treffen sich zwei Manta-Fahrer: "Ich habe mir einen Kenwood-Aufkleber gekauft." - "Und was steht drauf?"
Bitte das Auto nicht Putzen ^^