Liebe "Menschen-die-ihr-auf-der-anderen-Seite-der-Kuge-wohnt",
eine weitere Woche hat Ihren Abschluss gefunden. Dabei war die Schule wie gewohnt, das Hostel hat sich verdreifacht (dazu gleich mehr) und Vici und ich haben weitere schöne Plätze in der Umgebung erkundschaftet.
Das wohl Spannendste am Alltag der letzten Woche war vermutlich der Umzug des Hostels. Die Kids sind mit Daryl (Housemaster), der auch gleichzeitig Hostelmanager ist in eine neue Bleibe gezogen in der Nähe der Schule. Dazu sei gesagt, dass unsere alte Bleibe etwa für 80 Personen zu Hochzeiten ausgelegt war, wohingegen etwa nur 15 Plätze besetzt wurden. Daher wurde die erste Hälfte verkauft und auch schon von neuen Mietern bezogen. Das war auch der Grund für meinen Umzug nach den letzten Ferien. Nun sind die Kinder umgezogen und nur Kevin (Housemaster) und Gayline (Housemaster) sind mir ihren Kindern noch hier, sowie Lino, Breanna und ich. Somit haben wir etwa 30 Betten für uns, riesige Räume, indenen man sich grade noch etwas verloren vorkommt. Einen großen Essensraum, eine Industrieküche, sowie eben einem Hostel entsprechende Räumlichkeiten für 30 Personen.
Wir werden hier zunächst einmal wohnen bleiben, bis auch unsere Hälfte des Hostels verkauft wird. Plan für das kommende Jahr scheint zu sein, jeweils einen Housemaster und einen GAP-Student in einem der drei Häuser wohnen zu lassen. Neben dem neuen Hostel ist nämlich auch noch ein neuer Bereich grade in der Bauphase.
Gestern haben Vici und ich uns zu einem kleinen Ausflug bewegen (bewegen-Auto-haschn?^^) lassen. Von Wanganui aus nach Westen über den Surfer Highway, der seinem Namen alle Ehre macht, nach New Plymouth an der Westküste. Mit knapp 50 000 Einwohnern etwa so groß wie Wanganui oder Baden-Baden, hat NP doch den einzigen Tiefseehafen an der Westküste neben Auckland. Nicht nur für den Handel ist es daher wichtig, sondern auch für den Tourismus, der vor allem Surfer in die Gegend treibt. Wundervolle Strände, strahlendes Meer, Mt. Taranaki (>2500m), sowie viele Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt locken viele Menschen nach New Plymouth.
Lebensmüde und Tollkühn wie Vici und ich zu sein pflegen haben wir uns gewagt den Paritutu Hill zu besteigen. Wer sich unter diesem Namen nur einen zu groß gewachsenen Bremshubbel vorstellt, ist leider an der falschen Adresse. Mit meiner Schätzung nach etwa zwischen 100-150m hoch hat man von ihm eine grandiose Sicht über die Stadt und raus auf das Meer. Dabei ist auch die Besteigung eine Herausforderung und nichts für schwache Nerven. „Treppenstufen“ von der Höhe eines ausgewachsenen Pitbulls, die allerdings in dem verklüfteten Gestein sowieso die Ausnahme stellten, sowie eine Horde entgegen stolpernder Inder machten es zu einem abenteuerlichen Erlebnis.
Sofern man noch kein Surfer ist oder vorher den Gedanken an ein eigenes Surfbrett immer verworfen hat, so wird man spätestens in diesen Momenten weich. 700$Nz kostet ein Surfbrett mit Wetsuit, sofern man Glück hat. Einen Tag ausleihen wird dafür auch schon mit 80$Nz veranschlagt.
Nachdem sich mein Kopf seit Sonntag morgen anfühlt, wie ein überkochender Topf mit Kartoffeln, wobei ich meinen Kopfinhalt natürlich nicht mit dem im Boden wachsenden Nahrungsmittel vergleichen möchte, war der Sonntag ein entspannter Tag, an dem wir lediglich eine Runde Minigolf gespielt haben.
News: Der "M"ovember ist angebrochen. Das "M"steht für Moustache. Für einen guten Zweck lässt sich jeder einen Bart wachsen einen Monat lang. Daher hatte ich gestern wohl meine letzte Rasur im November. Urmenschheit ich kommen!
Hey du Urmensch, na dann kannst du sicher Alex Gesellschaft leisten :-P
AntwortenLöschenIch warte dann mal gespannt auf die Minigolfergebnisse ;)
und wenn's mit dem surfen doch nicht klappt:
Wer ist das Vorbild aller Mantafahrer? Der Kapitän der Titanic ... So tief wie der liegt keiner.
(wirklich scheint ihr den Berg aber nicht zu genießen auf dem Bild ;))
Liebe Grüße :)
(wir warten auf Zeitrafferbilder von dem Bart-Wuchs)