Sonntag, 22. November 2009




Nur der frühe Spatz fängt den Wurm. Nur der schnellste Hai bekommt den Surfer. Nur der Stärkste gewinnt die Bodybuilder WM. Nur der dickste Bagger schaufelt am Meisten... Ok, ich höre damit auf. Wie dem auch sei, am frühen Samstag morgen ging es raus aufs Meer. 6 Uhr hieß es Aufstehen, 6. 30 Uhr war das Auto gepackt und dann ging es ans Wellen suchen.

Dazu sei gesagt, dass wir zu dritt (Lino, Kupe und ich) mit 2 Surfboards und einem Bogyboard raus gefahren sind. Dem entsprechend voll war das Auto. Tetris Spieler waren im Vorteil.

Wanganui hat sich nicht als das perfekte Surferparadies rausgestellt, soviel sei verraten. Am Hauptstrand waren kaum Wellen und entlang der Küste gen Osten brachen sie zu spät. Dabei haben Vici und ich allerdings schon vor einigen Wochen den Kai Iwi Beach entdeckt. Einen von Einheimischen, wie auch Touristen gut besuchten Strand im Westen von Wanganui. Dort machten die Wellen einen guten Eindruck, zumindest für uns Anfänger. Es hat zwar etwas geregnet und war trotz Neoprenanzug immer noch „angenehm“ frisch aber dies kann einen Surfer ja nicht davon abhalten ins Wasser zu springen.

Man stelle sich also 2 blutige Anfänger im Wetsuit und Board unterm Arm über den Strand watschelnd vor morgens um sieben.

Die Wellen waren am Anfang enttäuschend, wurden aber nach einiger Zeit immer besser. Dabei brachen sie aber wie eine Wand vor einem ein und gaben einem maximal Schwung für 5 Meter. Nichts desto Trotz hatte ich meine ersten „Geh (Steh) Versuche“. Mehrere Male stand ich sogar für einige Sekunden auf dem Board aber dann war auch schon wieder Schluss mit der Welle und einige Male hat es mich dank meiner noch nicht ausreichenden Beschleunigung einfach weg gespült. Waschmaschinen Feeling.

Die Wellen waren mit 1-2m Höhe aber garnicht mal so übel für einen Anfänger. Nach knapp 2 Stunden war dann aber Schluss. Denn nach einiger Zeit spürt man die Kälte dann doch ganz schön.

Heute Mittag fand in der Stadt eine Christmas Parade statt. Bei über 20°Grad und Weihnachtsmännern auf der Straße kommt man sich etwas lächerlich vor. Aber schließlich träumt man hier noch von weißer Weihnacht. Haben wird man sie wohl erst, wenn die nächste Eiszeit vor der Tür steht (was hoffentlich noch auf sich warten lässt). Dabei bestand die hälfte der besagten Parade eigentlich aus Werbeslogan und hatte eher nebensächlich etwas mit dem heiligen Fest zu tun.

Die letzten Tage verliefen sehr ruhig. Vicis Job bereitet ihr von Muskelkater im Unterarm, bis hinzu Handgelenk Schmerzen ansonsten keine weiteren Unannehmlichkeiten. Die Schule scheint sogar sauberer zu sein, als jemals zuvor. Wohl dank der älteren Schüler, die schon in Ferien sind, auf Grund der Prüfungen.

Am Freitag hatte ich die ehrenvolle Aufgabe Ringbücher zu erstellen. Diesmal waren meine Kopierkünste nicht ganz so gefragt aber dafür mein Fingerspitzengefühl, was „Buchbindung“ angeht.

Nach einer kleinen Stadtführung mit Grants Klasse zum Thema Architecture gab es in der letzten Unterrichtsstunde noch ein Volleyballtunier Lehrer vs. Schüler, bei dem die Lehrerschaft gewann. Ich persönlich war ja für ein GapStudentTeam. Aber mich fragt man ja nicht. ^^

Die Fotografin für „wie-stürzt-man-am-blödesten-von-einem-Surfbrett“ war heute morgen noch nicht erreichbar, da der Termin zu früh gelegt war. Um Bilder zu vermeiden, werden wir versuchen es dabei zu belassen und sie hoffentlich in ihrem Bettchen bleiben um mich nicht bei „die lustigsten Homevideos“ an zu melden.

2 Kommentare:

  1. Also wenn Du das auf dem oberen Bild bist ziehe ich den Hut vor Dir. gleich bei so hohen Wellen eine so gute Figur zu machen.

    AntwortenLöschen
  2. und wieder einmal hat Joscha was passendes: http://nichtlustig.de/toondb/091118.html :-P

    Wie wär's denn mit selbstauslöser und so? wir wollen doch alle an den Versuchen teilhaben.. :-P

    Und bei so einer Anstrengung will man sich ja auch was gutes für den Gaumen gönnen:
    Was isst ein Mantafahrer am liebsten? - Einen "Tunefisch"

    Schöne Grüße

    AntwortenLöschen