


Weihnachten, ein besinnliches Fest. Weihnachtsbaum, Winterjacke und ein Festmahl mit der Familie. Weihnachtsfeier der Lehrer: Sauftour mit Golfkurs und anschließender Stadtrallye.
Gestern war es mal wieder so weit. Ich lernte die Lehrerschaft von einer ganz anderen Seite kennen. Einer Seite von der sie Schüler hoffentlich nie zu Gesicht bekommen werden (wobei ich gerne dabei wäre, wenn es mal soweit kommen sollte). Um 2 Uhr nachmittags startete unsere zunächst kleine Gruppe von etwa 15 Personen zu einem privaten Golfkurs. Für 5€ durften wir 2 Stunden lang im Garten eines anscheinend Golfvernarrten Pensionärs spielen. Dabei war der Garten selbstverständlich auch dem entsprechend getrimmt und mit einigen schönen Startpunkten: z.B. auf einem Hügel etwa 50m über dem Garten. Um einzulochen musste man zunächst über ca. 30m Dickicht kommen, vorbei an mehreren Bäumen (selbstverständlich suchten einige schon nach wenigen Minuten den Ball).
Dabei war ich den regelmäßigen Golfern selbstverständlich gnadenlos unterlegen. Mit 26 Schlägen auch gleichzeitig +14 über Par. Nur der Schulleiter (geübter Golfer bei seinem Gehalt) hatte mit 13 eine Tiger Woods würdige Quote. Der Starkregen erschwerte das Ganze allerdings.
Fazit: Golfst du schon oder hast du noch Sex? Schöner Sport aber doch ziemlich spießig oder eher für 70+ gedacht, bzw. Singles mit einem Fabel für Bälle (haschn?).
Nach dem Golfen fuhren wir zurück zur Schule um die anderen Lehrer auf zu gabeln, die bereits in den Startlöchern standen für die Rallye. Die insgesamt auf 32 Personen angewachsene Truppe wurde in 9 Teams aufgeteilt á 3-4 Personen.
Unser Gruppenname war „Principals Pets“.Das war nicht meine Idee, um das gleich mal zu betonen. 6 Stationen folgten. Dabei ging es meistens darum, eine Strecke möglichst schnell zurück zu legen, dabei Dinge zu finden oder etwas Funktionierendes zu bauen.
Nachdem wir die 5 Stockwerke im Schulgebäude mit einem Rätsel hinter uns gelassen hatten, ging es an den See Virgina, wo wir ein Ei im Wald suchen durften, anschließend mussten wir Hulla Hupp Reifen bauen und diese so lange wie möglich oben halten können. Oder wir bauten mehrere Papierboote bei einer Station der Rallye. So erkämpften wir uns den 3. Platz.
Das Ganze Spiel hatte dabei noch 2 Besonderheiten. Zum einen verkleideten sich einige Lehrer, denn man sollte eigentlich als „typischer Neuseeländer“ auftauchen. So fand man von der Putzfrau, über den Gangster Rapper, bis hin zum Farmer alles.
Der Zweite Glanzpunkt der Rallye stellte ohne jeden Zweifel der Alkoholkonsum dar.
Mit dem Golfkurs um 2 Uhr Nachmittags begann auch die Trinkparade, die bis 24 Uhr abends andauern sollte. Dabei stolperte allerdings nur Lino über den Wäschekorb (ach wie schön Bildersprache doch sein kann). Von Bier bis Wiskey wurde so ziemlich kein Getränk ausgelassen. Und so war die Stimmung auch nach jeder Station der Rallye etwas ausgelassener. So einige Lehrer werden die letzten Gläser gestern, heute morgen wohl bereut haben. Nachdem Breanna wohl genug von Leuten hatte, die vor einem halben Jahr noch ihre Lehrer gewesen hätte sein können (kein Deutsch aber schriebe ja auch über die Kanadierin, und hey das hätten ja auch meine Lehrer sein können, wow)
Und wir Lino mit samt Eimer ins Bett gebracht hatten, trällerten wir fröhlich noch bei Singstar die Jugendlieder der Bildungselite^^. (Village People, Elvis oder Depeche Mode)
Fazit: Ich war noch nie auf einer Weihnachtsfeier einer Lehrerschaft in Deutschland aber ich kann es jedem Schüler nur dringlichst empfehlen. Schüler, wenn ihr mich hört, dann tut es jetzt. Es kann euer Leben komplett verändern, bzw. eure Schulnoten für die kommenden Jahre.
Den ersten Advent beschlossen Vici und ich mit einem kleinen Ausflug an die Westküste. Dabei waren wir an einigen Stränden und ich bin noch ein wenig surfen gegangen. Nachdem unser Spot allerdings direkt am Riff lag, blieb es bei einer halben Stunde im Wasser. Die Wellen waren allerdings um einiges besser, als in Wanganui.
Die letzte Woche wurde mit den „Junior Exams“ abgeschlossen und wir hatten dabei eigentlich den kompletten Tag frei, da unsere Klassen sich das Hirn zermarterten.
Das 2. Volleyball Tunier der Häuser am Freitag gewann ich sogar mit meinem Haus. Wobei vermutlich selbst das schlechteste Team aus dem MLG noch besser gespielt hätte als unser Siegerteam. Motto war: Bekommt den Aufschlag und ihr gewinnt das Spiel!)
Am Freitag abend waren wir zudem noch in Palmerston North um mit Breanna ihren 18. Geburtstag zu feiern. Wie ihr seht, mangelt es uns hier nicht an Gründen zum feiern.
Noch 2 Wochen Schule bis zu den großen 2 Monate langen Sommerferien. Und nur noch 4 Wochen bis Weihnachten.
Das klingt ja nach einem bewegten (schwankenden) Leben auf der Insel! Aber man MUSS die Feste feiern, wie sie fallen (Halbzeit der Produktion, Geburtstage, abgedrehte Personen, Feierabend, ...)
AntwortenLöschenDas Photo mit dem 3 von der "Tankstelle", dem Tanker davor und der Person, die an der Decke des Partybus zu hängen scheint ist toll und sagt wohl mehr aus als die ganze beschreibung (man beachte die Hawaiihemden, geöffneten Kaltgeträkeflaschen, Gesichtsausdrücke und den hellen Hintergund der auf eine frühe Tageszeit schließen lässt) und kalt scheint es dem, der Tankt auch zu sein.. Weihnachten rückt halt doch näher.. ob die alle ihre Geschenke bekommen :-P
Grüße :)
Was bedeutet ein Strohballen auf dem Kopf eines Manta-Fahrers?
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