
„Oh du fröhliche, oh du selige, gnaden bringende Weinachtszeit....“, 25°Grad, Sonne, blauer Himmel, nur ein kühles Lüftchen aus der Antarktis lässt einem ein Hauch von Weihnachten. Sie geben sich Mühe. Tannen, als Weihnachtsbäume verkleidet, Plastik Schneemänner und tausende von Santa Clause Mützen. Weihnachten in der Sonne.
Dabei hat es uns für 4 Tage in „die wohl englischste Stadt“ (Lonely Planet Reiseführer) Neuseelands verschlagen. Christchurch. Mit ca. 340 000 Einwohners ist sie auch die größte der Südinsel. Viele „alte“ Steingebäude, Kirchen und Parks geben einem wirklich das Gefühl in England zu sein. Dabei hat es doch seinen eigenen Charme.
Jeder der Herr der Ringe gesehen hat und sich dabei noch an die Reiter von Rohan mit ihrer Festung von Helms Klamm erinnern kann, der hat eine sehr gute Vorstellung davon, wie es um Christchurch in etwa aussieht. So werden hier auch etliche „Herr der Ringe Filmdrehorttouren (das Wort wollte ich immer schon mal schreiben)“ angeboten.
Nachdem wir unsere Reise in Picton begonnen haben, weiter an der Ostküste nach Kaikoura gefahren sind und nun bis Donnerstag in Christchurch bleiben, geht es anschließend ab in die Berge. Mt. Cook (3750m) und die southern Alps warten.
Unser Tag sieht immer sehr entspannt aus. Meistens spielen wir bis spät in die Nacht Karten und stehen daher auch nie vor 10 auf. Dann geht es meist auf Erkundungstour und nach einem Mittagspäuschen kommt Teil 2 davon, bevor wir auch schon wieder essen.
Allerdings erleben wir selbstverständlich auch kulturell einiges. So besuchen wir Museen, lernen Einheimische kennen, unternehmen Wanderungen oder geben uns den Fish and Chips hin.
Ein Highlight der letzten Tage war mit Sicherheit ein kleiner Imbissstand im Herzen Christchurchs. Dort wurden Bratwürste, Leberkäs’ und Sauerkraut verkauft und das ganze mit Brezeln. So hat sich ein Deutscher dort niedergelassen und hat seit 20 Jahren eine Metzgerei in Nelson. Von Ungarischer Salami über polnische Wurst, bis hin zu Schwarzwälder Schinken gab es alles, was das „Anti“vegetarische Herz begehrt. Und zum ersten Mal seit langem kam auch ein kleines Heimatgefühl auf, als noch eine Mutter mit ihren 4 Kindern dort einkaufte und wir praktisch zu acht um den Stand rum standen und einfach deutsch miteinander geredet haben. Es klingt vielleicht komisch aber man lernt einiges schätzen, sobald man in der Ferne ist. Und eines davon ist mit Sicherheit das Essen.
Heute morgen ging es auf zum Mt. Cook. Schon die Fahrt alleine ist es wert. Etwa 5 Stunden dauerte die Reise von Christchurch zum Fuße der southern Alps.
Dabei sind alle kitschigen Postkarten zu vergessen beim Anblick eines türkisblauen Schmelzwassersees, der einen Schnee bedeckten Mt. Cook auf seiner Wasseroberfläche spiegelt. Klingt ziemlich gut, ne?
Dabei denkt man an jeder Ecke, man erkennt Herr der Ringe Schauplätze und tatsächlich verstecken sich hier so einige. Wer den Schwenk über die Gebirge am Anfang der Triologie kennt, der sieht den Mt. Cook oder die Festung von Helms Klamm. All diese wunderschönen Plätze sind hier auf der Südinsel zu finden.
Ungewohnt ist auch die Einsamkeit. Oftmals fährt man eine ganze Weile, bis einem ein Auto entgegen kommt oder man fährt über Straßen, vorbei an Schluchten oder Gebirgen, wo man sich sicher ist, dass man keine Panne haben möchte.
Nach einer kleinen Mondwanderung (siehe Bilder) und einem Besuch beim Mt. Cook Glacier, ging es an das Weihnachtsmahl. Bei einer Lachsfarm haben wir uns heute zum besonderen Anlass etwas Lachs gekauft und mit Genuss verschlungen (meint, dass es gut war^^). Auch die Bescherung hat nicht gefehlt. Schließlich hab ich endlich mal wieder was neues zu lesen (Dan Browns – „The Lost Symbol“), ein lang ersehntes Notizbuch, ein neues Tagebuch und einen Stadtführer für San Fransisco, wo ich nächstes Jahr auf dem Rückflug Halt machen werde. Und dafür geht es für Vici und mich auch noch nach Australien im April.
Wie ihr seht, geht es uns richtig gut hier unten. Auch wenn es ungewohnte Weihnachten sind und wir euch sehr vermissen alle zusammen.
Wir wünschen euch einen gaaaaaaaanz schönen, gesegneten und friedlichen Heiligen Abend und zwei schöne Feiertage. Offiziell wird hier Weihnachten erst morgen gefeiert aber da bleiben wir Europäer. Wir denken an Euch J
P.S.: Auf Grund von mangelnder Internetverbindung kann ich leider nicht oft in den Blog schreiben aber gebe mir selbstverständlich Mühe ihn auf dem neuesten Stand zu halten.
Frohe Weihnachten!
AntwortenLöschenliebe Kiwis - vielleicht könnt ihr ja
die kleine Kapelle am Lake Tekapo besuchen.
Küsschen von Mama,Pauline u. Rolf
p.s. die komplette Wurstthekenbesatzung vom Wagener und Gary oder vielleicht Gerry wünscht frohe Weihnachten!!!
AntwortenLöschenkleiner Tipp - auf der Südinsel gibts genialen
AntwortenLöschenFisch zu fangen und essen z. B. Hapuka, John Dory und Snapper (Red Snapper etc.), die Süßwasserfische (lachse u. forellen)dort sind auch sehr gut - Petri heul!
Fährt ein Manta um die Ecke und ist weg. :-P
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