Dienstag, 29. September 2009






Straffes Reiseprogramm. Da bleibt keine Zeit für eine Pause. Nachdem wir 3 Tage in Wellington waren, sind wir weiter nach Napier gefahren und heute weiter nach Taupo. (Karte der Nordinsel mit unseren Stationen folgt).

Die Fahrt von Städtchen zu Städtchen ist meist schon ein Erlebnis für sich. Auch wenn Vici des öfteren leiden muss, wenn ich meine Kamera mal wieder auspacke und ein, zwei,..... Fotos machen möchte. (aufhören zu grinsen Papa)

Das Wetter hier ist etwas bescheiden. Ziemlich trüb meistens und immer wieder Schauer. Daher konnte ich mich auch noch nicht für einen Fallschirmsprung entschließen hier in Taupo.

Taupo: Ein Ferienort im Ferienland. Man muss sich das Dörfchen etwa so vorstellen. Baue ca. 500 Häuser an das Ufer eines Sees, (wohl gemerkt das größte Binnengewässer der Nordinsel), wobei davon 496 Hostels und die anderen 4 meist McDonalds, BurgerKing, KFC und SubWay sind, gebe 20 000 Touris hinzu, biete Ihnen 200 Beschäftigungsmöglichkeiten. Darunter BungyJumpen (höchster WaterTouch Nz), Jetboote, Hochseilgarten, Wasseranlage, Thermen, SkyDive, Rennstrecke, .... Dem DurchschnittsTouri mit etwas Geld in der Tasche sollte es also nicht langweilig werden.

So konnten wir heute schon einen Bus Italiener BungyJumpen sehen und einige Japaner haben uns von Attraktion zu Attraktion begleitet.

Außerdem haben wir uns die Huka Falls angeschaut, eine Runde „Crossgolf“ gespielt (dazu gleich mehr) und uns die Thermen angeschaut.

Stell dir 5 hinter einander angeordnete Becken vor, worin 5 farbige Ringe schwimmen, jeweils mit einer Entfernungsmarkierung drauf. Ziel des Spiel ist es von einer Plattform aus in die Ringe zu treffen mit einem Golfball. 1500.-$NZ, wenn man in die 125m entfernten rotierenden Plastikringe trifft. Der nett lächelnde Herr auf dem Foto, der uns als Gewinner verkauft wurde (letzten Monat), hat dafür aber auch ca. 200 Bälle benötigt.

Da wir unsere Nächte in Hostels verbringen, habe ich so langsam meine Leidenschaft fürs Kochen entwickelt (aufhören zu grinsen Mama und Rolfi).

Vici ist „etwas“ erkältet. Also eigentlich ein wandelnder Schleimbollen. Aber das hat sie ja von mir. Also nicht das Schleimen sondern den Schleim, also ich meine die Erkältung. Dafür genießt sie auch ab un zu das „pfleg-dich-gesund-all-inclusive“ Paket.

Und jetzt schaue ich mal nach Fallschirmsprüngen J (könnte mein letzter Eintrag sein^^)

Sonntag, 27. September 2009




Den Mount Victoria mit dem Gol.... äh Opel erklimmen, auf dem Beifahrersitz Vici, im Radio läuft Michael Jackson „Man in the Mirror“, mit einer Aussicht auf eine der schönsten Städte der Welt, was kann man sich mehr wünschen? 2 Tage Wellington liegen hinter uns und wir haben schon einige schöne Plätze erkundet. Nicht nur der Mt. Victoria, sondern auch die Victoria University zeigen mal wieder die Berühmtheit von Frau Schuster auch einmal um die Welt herum.

Das National Museum NZ „Te Papa“ hatte gestern nebs den üblichen Ausstellungsgegenständen und einer unglaublichen Aussicht auf Wellington und seinen Hafen, noch ein Sonderprogramm zu bieten. KunFu, Drachentanz, sowie wunderbar eingespielte Trommler aus dem fernen China gaben eine Darbietung Ihres Könnens. Und ich kann euch sagen, die anderen waren auch alle da. (Sonne an einem Wochenende lockt jeden raus).

Abends haben wir uns mit den bescheidenen Mitteln, die uns zur Verfügung standen ein kleines Abendessen gekocht. Spaghetti Carbonara, allerdings die „light Version“.

Nachdem Kupe gestern abend noch mit dem Bus von Wanganui, runter nach Wellington gefahren ist und die drei Mädels aus dem wunderschönen Dörfchen Marton angekommen sind in unserem YHA, haben wir uns auch noch für ein Stündchen auf die Partymeile gewagt.

„World Press Photo 2009“. Das klingt doch nicht schlecht. Hab ich mir auch gedacht und gleich mal Vici und Kupe dort hingeschleppt heute. Dort waren 200 Bilder ausgestellt, die alle schon eine Siegerehrung in den verschiedensten Kategorien hinter sich hatten und dort auch von dem Publikum zum „World Press Photo2009“ gewählt werden konnten.

Obama, World Financial Crises, Olympic Games Bejing, Sport, Tiere oder auch Unwetter. Alles war geboten. Wer genaueres wissen möchte, kann sich ja mal den Link dazu anschauen:

http://www.worldpressphoto.org/index.php?option=com_photogallery&task=blogsection&id=19&Itemid=223&bandwidth=low (lohnt sich J)

Wie Ihr seht hat Wellington einiges zu bieten. Morgen machen wir uns auf den Weg nach Napier an der Ostküste.

Samstag, 26. September 2009




Also für 28 Stunden Flug war da jemand gestern ziemlich entspannt. Wahrscheinlich entspannter, als ich nach meinen gerade mal 3 Stunden Autofahrt nach Wellington. Beim Koffer haben wir uns zwar einen Bruch gehoben aber ansonsten geht es uns beiden super. Nach einer kleinen Tour durch Wellington (mit etwa 5 Stunden Fußmarsch) haben wir uns in der lokalen YHA einquartiert. YHA (Jugendherberge) nicht JVA. Bitte nicht verwechseln.
Vicis neue Handynummer ist: 022 60 12 702. Durch den Jetlag bedingt 24 Stunden erreichbar, 7 Tage die Woche. Bitte jetzt melden. Die ersten 10 Anrufer bekommen ein Schaaf kostenlos.*
Wir werden heute mal Wellington erkunden. Und ich persönlich werde versuchen Vici vom weg nicken zu bewahren.




*sofern sie die Telefonrechnung von mind. 1000€ zahlen.

Donnerstag, 24. September 2009





Nun fragt Ihr Euch wahrscheinlich, was sich der liebe Seb dabei gedacht hat, seine Klamotten zu fotografieren. Dabei gebe ich euch einfach mal einige Sekunden Bedenkzeit und zugleich 3 Versuche: 1. Versuch: Seb wollte seine Schmutzwäsche von der letzten Woche fotografieren..... * nnnnnnnn(Schiffshupensound) *... falsch. 2. Versuch: Seb hat armen Kinder die Kleidungsstücke weg genommen und diese rennen jetzt verwaist und halb nackt durch die Weltgeschichte.... * nnnnnnnn ..... wobei man weis nicht ^^.... 3. Versuch: Seb war in einem Second Hand Shop einkaufen und hat ein Schnäppchen gemacht... Richtig !!! Für Sage und Schreibe 25€ habe ich diese wunderschönen Dinge ergattert und noch einiges mehr, dass aus Geheimhaltunsgründen für die nationale Sicherheit leider nicht preisgegeben werden darf.

Ansonsten beinhalteten die letzten paar Tage außer günstigem Shoppen (ich komme mir schon wie ein Mädchen vor) unseren Snowboard-Trip.

Auch zu dem Bild auf dem ich aussehe, wie ein dichtes, orientierungsloses Huhn mit Board im Arm, sei etwas gesagt. Mein erstes Mal uffn Bersch und das erste Mal Snowboard fahren. Noch dazu mit einer Erkältung, die mich bellen lässt, wie einen deutschen Schäferhund und Wetter, dass an eine kalte Dusche erinnert mit beigelegtem Fö(h)n.

Nachdem wir unsere Einführung bekommen hatten im Stile: dies ist ein Snowboard, da machst du Fuß 1 rein und dort Fuß 2, Bremsen ist das wichtigste und viel Glück dabei, legten wir alle los.

Nach cirka einer Stunde bin ich zwar immer noch auf die Fr.... geflogen, sobald ich anhalten wollte, aber man hatte das Gefühl, dass es besser wurde.

6 Stunden später, 20 kg schwerer (Regen bedingt), bellend wie wütende Dackel und mit Schmerzen im Hintern durch das viele Bremsen, machten wir uns auf den Weg ins Tal.

Heute waren wir zwar noch einmal uffn Bersch, allerdings war das Wetter noch schlechter und „the Germans“ blieben im Häusle und spielten P. + A. (President and Ashole), während die anderen ihre Erkältungen sammelten. :)


P.S.: Vici ist vermutlich gerade über China oder sogar schon Thailand. Freue mich :)

Dienstag, 22. September 2009



Das Sportprogramm geht weiter. Morgen geht es uff en Bersch ruff. 2 Tage "Snowboard-Kurs". Da ich weder Skifahren, noch Snowboard fahren war in meinem Leben, wird es sicher eine lustige Angelegenheit, vor allem für die anderen. Aber es wurde mir als völliger Anfängerkurs angepriesen. Vielleicht hab ich ja auch was zum lachen, wenn jemand anderes gegen ein Bäumchen fährt. Da ich mich im Moment aber eher, wie ein wandelter Schleimbollen fühle, werde ich meine Aktivitäten heute auf die lebenswichtigsten Funktionen zurück schrauben und z.B. jetzt aufhören zu sch...................................................................................................................................................................
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............................................................................................................................................................................................. aber nein. Das schaffe ich grade noch.
Gestern bekamen wir Besuch von Sharyn aus Palmerston Nth. Sie ist die Programme Managerin von Neuseeland. Sie hat sich mal unsere Schule angeschaut und das Hostel und jeden von uns zum Einzelgespräch für einige Minuten aus dem Unterricht geholt. Bis jetzt hatten wir nicht wirklich etwas auszusetzen, ganz im Gegenteil. Es machte auch den Anschein, als hätten wir eine wirklich gute Schule erwischt, an der uns viele Möglichkeiten gegeben werden, im Unterricht mit zu helfen. Ansonsten beschränkte sich meine Arbeit gestern aber dann wieder auf Post sortieren, Kopierer nachfüllen, Mathebücher sortieren und auf einige Krawallmacher beaufsichtigen, die sich mit Statistiken rum zu schlagen hatten.

Sonntag, 20. September 2009




Hohe Kunst. Ein schöne Zeit war es, jetzt ist es auch schon leider rum. Gestern war unsere letzte Aufführung von unserem geliebten Theaterstück. Ein letztes Mal Bäumchen verschieben, mein Steinchen sich grallen oder einfach nur Schwerter und Fässer durch die Gegend werfen. Das war es nun. Wobei man wirklich sagen muss, dass es sehr gut gemacht war und schließlich haben wir auch ein großes Stück neuseeländische Kunst mitbekommen.
Gestern waren einige andere "Gapper" zu Besuch in Wanganui. In der netten Bar "Rutslands Arms" haben wir uns schon morgens mit Ihnen betrunken.... nein selbstverständlich nicht. Wir hatten ja unseren Kulturtag. Daher haben wir uns dort den "Jazz Club" besucht und ein, zwei Käffchen geschlürft. Anschließend gab es eine kleine "Wanganui-Stadtführung".

Nach dem glorreichen Ende des Stückes am Abend sind wir noch in die einzige Bar (ein Mix aus Bar, Disco, Club...) gegangen. 50 IKEA Schränke bewachen den Eingang und geben sich dabei alle Mühe böse aus zu sehen. Dafür hatten wir auch gleich mal unsere 2. Begegnung mit der Polizei. Ein paar Jungs wollten uns abholen zur gigantischen "Aftershow-Party", als sich ein pflichtbewusster Cop sich auf den Weg machte, um sie an zu halten und sie doch mal nach Ihrem Führerschein zu fragen. Ohne "full licence" und mit zu vielen Leuten im Auto gab das dann auch gleich mal eine 400$ Strafe für den armen Fahrer.


Freitag, 18. September 2009




Guten morgen liebe Leserschaft,

ein neuer Tag ist angebrochen in Wanganui oder Whanganui? Denn auf Grund eines rechtschreibschwachen (das ist mal ein Wort) Briten wurde bei dem Namen der Stadt einfach mal ein "h" weg gelassen und das, wo doch "h's" so wichtig sind. Wie beispielsweise bei Hausaufgaben oder Hausarbeit. Was wäre das ohne das "H" zu Beginn dieser Worte. Richtig. Besser. Denn dann würde es keinen Sinn machen und man könnte es gleich ganz vergessen. Das muss sich wohl auch der liebe Brite gedacht haben vor ca. 150 Jahren und lies es einfach mal raus. Dafür brach heute eine Diskussion darüber aus, ob es denn nicht Rassismus sei oder einfach nur deutsches Kleinbürgertum, dass mit uns auch in W(h)anganui Einzug gehalten hat.
Das nur zu den Tagesnews.

Gestern fand die erste Aufführung des lang erwarteten Stückes statt. Die Aufregung war dementsprechend groß. Deshalb gab es während der Aufführung auch einige Pannen. Wie z.B. ein ca. 2 min lang offen stehender Vorhang, wobei niemand auf der Bühne erschien, da sich der Darsteller schon für die nächste Szene umgezogen hatte. Aber gut. Shit happens und man muss es positiv sehen. Kann nur besser werden.... naja... oder so....
Damit mir auch jeder glaubt, dass unsere Arbeit an und mit Rudi (Baum) Früchte trägt und dies nicht in Form von Äpfeln, einige Bilder von dem fertigen Prachtstück.

Dienstag, 15. September 2009






Ein Tag wie kein anderer hier unten, weit weg von allem. Nachdem wir am Wochenende mehrfach Palmerston North aufgesucht hatten, einfach um ein wenig Zivilisation zu schnuppern (immerhin 2x so groß wie Wanganui), haben wir uns heute nach 2 Stunden Arbeit in der Schule ein weiteres Mal auf den Weg dorthin gemacht. Hier sei nur zwischendrin mal erwähnt, dass ich in der Woche, inder ich dieses... nennen wir es einfach Gefährt, besitze ca. 1000km gefahren bin. Also einiges. Das Benzin kostet pro Liter etwa 1,65$ (ca. 75Cent). Ist demnach also um einiges günstiger, wie bei uns. Der Besuch in Palmerston North (P.Nth) hatte heute folgenden Grund. Die „Managerin“ von unserer Organisation Lattitude in Neuseeland Sharon Hight lud alle in Ihrer Umgebung ansässigen „Gapper“ zu einem Treffen mit Ihrem neuen Boss ein. Dieser ist extra aus England angereist, um sich ein Bild vor Ort zu machen. „Der Boss“ ist seit etwa einem Monat in seinem Amt und leitet die Organisation aus von England, die Jugendliche in die ganze Welt schickt. Demnach eine nicht ganz unwichtige Person.

Alle zusammen (ca. 10 Gapper + einige Angestellte von Lattitude) sind wir an eine Schule „in-the-middle-of-nowhere“ gefahren. Eine reine Jungenschulen mit 100% Maorischülern. Alexej, den ich bereits von Seminaren in Deutschland kenne, ist dort der Gapstudent für das folgende Jahr.

In Neuseeland ist es Brauch Gäste mit einer Art Begrüßungsritual willkommen zu heißen. So empfingen uns etwa 200 Schüler, sowie das Lehrerkollegium herzlichst, indem Sie in Maori sangen, einige Reden hielten, sowie die Haka tanzten. Wer noch nie den Beginn eines Rugbispieles gesehen hat zwischen den All Blacks und einem anderen Team, sollte die dringlichst nachholen bei Youtube. Die Haka ist ein alter „Kriegstanz“, der noch heute zu besonderen Anlässen getanzt wird, wie z.B. bei Willkommenszeremonien oder eben bei den Nationalspielen der All Blacks (eine eigene Religion) 200 Jungs singen laut, stampfen mit den Füßen, ballen Fäuste und strecken die Zunge raus und schauen dabei aus wie Wilde. Noch eine halbe Stunde danach hat uns allen etwas der Atem gestockt. Es reist einfach mit. Also bitte „Haka Maori“ bei einer Videosuchmaschine Euerer Wahl eingeben. Nach einigen „Willkommens-Pancakes“, sowie einer kleinen Fragerunde mit „dem Boss“ über unsere Wünsche, Ziele, Hoffnungen, sowie über Lattitude im Allgemeinen, sind wir zu Sharon nach Hause gefahren zum Barbeceau.

Es sei hier erwähnt, dass der heutige Tag das Ende meiner Probezeit festsetzt. Allerdings wurde ich dafür zur Feier des Tages bei der Rückfahrt nach Wanganui auch gleich mal geblitzt. Und dabei ging ich fest davon aus, dass so etwas den Kiwis nicht in den Sinn käme. Mit ca. 75km/h bei erlaubten 50km/h in der Ortschaft und mal wieder einer Person zu viel im Auto.... Naja... shit happens....

Dafür ist der Sternenhimmel einfach unglaublich. Man erkennt die Milchstraße und glaubt sogar einige andere Galaxien ausmachen zu können, auch wenn dies wahrscheinlich nur Einbildung ist.

Mal ausgenommen von den Sternen, die man sieht, wenn man in einen blöden Blitzer reinschaut.

Samstag, 12. September 2009




Es war an einem Freitag abend, es regnete, als sie sich aufmachten nach Palmerston North um dort den Geburtstag eines alten Mannes zu feiern. Sein Name soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Sie fuhren dort in die Stadt und spielten in einem verruchten Pub Billiard mit einigen Engländern. (wobei der alte Mann nur knapp verlor) Nach einigen Red Bull, glaubten sie wirklich Flüger zu besitzen und versuchten sich im Tanzen. Erst spät in der Nacht oder sollte man besser sagen früh am Morgen machten sie sich auf den Weg durch die verregnete Nacht nach Hause. Dabei brachen sie mit 7 Leuten in einem Opel Vectra den offiziellen Landesrekord von Neuseeland.
Nach einem ausgiebigen Nickerchen ging es heute wieder zu diesem kleinen Fleckchen Zivilisation um sich einige Shops an zu schauen. Mit Kupe, der uns mit auf eine kleine Stadtführung nahm, ging es einmal durch die ganze Stadt. Und schwupps da sind wir nun :)

Freitag, 11. September 2009



Happy Birthday Seb :) Vielen Dank Euch allen für Eure Glückwünsche. Das hat mich rießig gefreut, dass ihr angerufen oder mir geschrieben habt.
Der Tag begann trotz des freudigen Ereignisses meiner Geburt vor 20 Jahren mit Arbeit. Und so geht er zunächst auch mal weiter. Lustiger Weise hat ein housemaster unseres hostels heute auch Geburtstag. Er wurde allerdings doppelt so alt wie ich. Hat dafür auch einen netten Anstecker bekommen mit der Aufschrift: "Look, who is 40"
Zum Beweis, dass wir hier wirklich was arbeiten, werde ich euch mal die neuesten Bilder unseres geliebten Rudis zeigen (der Baum für alle unter uns, die ein schwächeres Gedächtnis haben und nicht grade 20 wurden ^^). Ansonsten werden wir noch den "Box Club" besuchen später am Tag. Nein, es bringt nicht jeder Boxhandschuhe mit von den Lehrern und nein, wir prügeln uns anschließend auch nicht im Lehrerzimmer. "Box" steht in dem Fall für eine Box mit Bier, da die Neuseeländer noch nicht bis zu den Kästen vorgedrungen sind. Freitags nach der Schule treffen sich dafür alle Lehrer im staff room und trinken ein paar Bier zusammen. Für alle Insider: "Nein neben den fehlenden Boxhandschuhen und den fehlenden blauen Flecken nach diesem treffen, gibt es auch keine Wäschekörbe, also kein Grund zur Beunruhigung. ;)

Mittwoch, 9. September 2009



Meine lieben Leser, mit Freuden darf ich euch weiteres aus meinem, so würde ich mal behaupten, spannenden Leben berichten, hier unten in New Zealand. So ungefähr komme ich mir bei den Texten von Shakespeare jedes Mal vor, nur das ganze eben noch in English.
Wie ihr vielleicht schon bei den anderen Posts bemerkt habe, sind wir hier alle etwas eingespannt in die Aufführung von einigen Schülern am Freitag in einer Woche von Shakespeares "A Midnight Summer Dream".... oder so.
Dafür haben wir heute Rudi (unser Lebenswerk an Baum, das wir geschaffen haben) zum Theater gebracht und dort an die richtige Position gerückt. Anschließend hatten wir 7 Stunden lang Probe, bei der einfach der Ablauf geprobt wurde, sowie einzelne Szenen. Wir als "Gapper" hatten die ehrenvolle Aufgabe mal wieder Bäume und Steine zu verschieben, wo auch immer sie benötigt wurden. Neb's einigen Wutausbrüchen, passierte nichts wirklich Spannendes, außer einigen neuen Rekorden bei meinen Iphonespielen.
Das Auto steht auch noch in der Werkstatt und ich bin im mom dran mit Duty. Ansonsten ist doch etwas Ruhe eingekehrt und wir überlegen uns schon, was wir an meinem Geburtstag machen können.
An Politik aus Europa denkt hier übrigens keiner. Sehe die News nur, wenn ich meine Startseite aufrufe. Das nur als kleiner Hinweis, wie man sich das so vorzustellen hat. Die Tageszeitung "The Wanganui Cronicle" trägt nur dazu bei, das man top informiert ist über die Restaurierung lokaler Denkmäler.

Montag, 7. September 2009





Eine kleiner Schwank aus dem Leben eines alten Opel:

Gestern habe ich entdeckt, dass aus meinem "brandneuen" Auto Benzin hinten ausläuft. Allerdings hielt ich dies für nicht ganz so schlimm, da es nur einige Tropfen waren. Daher beschloss ich das Auto später vor der Werkstatt in der Nähe der Schule abzustellen, bevor mein Tank am nächsten Tank leer wäre. So habe ich guter Dinge und mit einem etwas von Benzingeruch begleiteten Rückweg angetreten. In meiner Mittagspause schlenderte ich gemütlich rüber zur Werkstatt um dem netten KFZ Mechaniker zu erklären, was mit meinem netten O... nicht in Ordnung sei. Dieser empfing mich allerdings schon mit dem Satz: "oh, that's your Car?"
Und meinte daraufhin, dass heute morgen die Feuerwehr da gewesen sei, weil ein Nachbar sie wegen des auslaufenden Benzines gerufen hat. Tatsächlich fand ich eine ziemliche Benzinlache hinter dem Auto, den Hang hinunter laufen, bis raus auf die Straße. Der Nachbar, stellte sich ebenfalls als ein KFZ-Mechaniker raus, der mir erklärte, dass er die Feuerwehr gerufen habe, weil Benzin in den Abguss gelaufen sei. Nachdem ich dann das Auto bei der Werkstatt gelassen und anschließend noch den netten Officer angerufen habe, der sich um mein Auto gekümmert zu haben schien, vermisste ich doch meinen alten Golf :( *eine Gedenkminute für ihn*

Seit heute habe ich auch einen Stundenplan für meine Kurse in der Schule. War heute in einem 9th grade Mathekurs und in 2 Englischkursen, bzw. Geschichtskursen. Im Mathekurs war es nur etwas erschreckend, dass die Kiddies gelernt haben, wie man mit einem Lineal umgeht. (9. Klasse) An alle, die sich schon aufgegeben haben in Mathe oder sich früher schon genauer den Ofen angeschaut haben, wenn sie vor den Mathehausaufgaben saßen, für die wäre das hier genau das richtige. Ihr wärd die Kings. Also gebt euch nicht auf.

Ansonsten waren wir gestern noch am Strand. Das war mit einer der schönsten und beeindruckendsten Momente bis jetzt hier in Neuseeland. 5, 6 km lang nur Strand, kaum Menschen und das Rauschen des Meeres. Das war einfach nur amazing.... AWESOME.

Nachdem ich heute meine Karte von der Bank mit einem netten Pferd drauf ( a little bit gay) bekommen habe, war ich mal wieder bei der netten Dame in der Bank, die für mich die Travellerschecks gezählt hat aber dazu mehr beim nächsten Mal ^^

Gestern habe ich von meiner Mama erfahren, dass meine Katze gestorben ist, kurz nachdem ich nach Neuseeland geflogen bin. Ein Auto hat sie erwischt in unserer Straße. Jetzt schaut Sie uns bestimmt vom Katzenhimmel zu und jagt kleine Wölkchen :)


Sonntag, 6. September 2009




Also es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Aber dazu werde ich erst später kommen (interessanter Einstieg, nicht?) Gestern haben wir uns einiges an Programm vorgenommen. Zunächst sind wir mit Linos „Hippi Van“ nach Palmerston North gefahren zu einer Auktion. Hatte mir 2 Autos rausgesucht von 24, die für mich in Frage kamen. Wohl gemerkt und dass sei hier betont, kamen Sie für mich in Frage, weil sie einfach die günstigsten waren oder besser gesagt das Preisleistungsverhältnis stimmte. Zum einen war da dieser weise Mitsubishi Van, der für 1800.- NZ$ angesetzt war und ein anderes Auto, zu dem ich erst später (nach dem nächsten Satz und nach einige Erklärungen) etwas sagen möchte. Leider wurde der Van schon verkauft letzte Woche und mir blieb nur die Option für das 2. Auto zu bieten. Aber bevor ich zu diesem Auto komme, erst einmal eine Beschreibung des ganzen. Also man muss sich schlicht weg registrieren, sofern man nicht nur Schaulustiger ist oder einem der Laden („Turners“) gehört. Dann kann man sich eine Stunde vorher die Autos anschauen und eventuell Probe fahren. Diese werden dann zu einer festgesetzten Uhrzeit nacheinander vorgefahren von einigen älteren Herren, die sich etwas dazu verdienen wollen oder schlichtweg Autos mögen. Dann kann man dafür bieten, indem man einfach sein Zettelchen hebt oder man kann es lassen. Der Auktionator hat gleichzeitig einen Bildschirm vor sich auf dem die online Angebote ersichtlich sind. Also mein, soviel sei verraten, zukünftiges Auto war als vorletztes dran. Das ist zugleich die gute Nachricht, die ich zu Beginn erwähnt hatte. Ich habe ein Auto. Zu meiner Verteidigung sei zu sagen, dass es sehr günstig war mit nur 1000.- Nz$ (etwa 470.- €), noch dazu meine einzige Wahl und dann ist es ja auch was anderes hier unten. Hier sind Autos nicht so wichtig. Also ihr seht schon. Es fällt mir etwas schwer zu sagen, was ich getan habe und eigentlich schäme ich mich ja auch dafür und weil ich weis, dass Nils und Gerrit an dieser Stelle wahrscheinlich meinen Blog nie wieder lesen werden, wollte ich mich noch für Ihr Interesse bis zu diesem Punkt bedanken. Also ich sage es jetzt grade raus. Ich habe einen Opel Vectra gekauft. ....

So nach ein paar Trauerzeilen und einigen Unmachtsanfällen vor den Bildschirmen möchte ich jetzt allerdings doch den Tagesverlauf weiter beschreiben. Wir sind dann mit meinem Auto runter nach Wellington gefahren. Auf der linken (falschen) Seite zu fahren und im Auto rechts zu sitzen ist doch schon sehr verwirrend am Anfang. Auf dem Weg in den Süden kamen wir zum ersten Mal am Meer vorbei. Das war wirklich beeindruckend. In Wellington angekommen, haben wir uns nach einem kleinen Kaffee bei unserem Amerikanischem Lieblingskaffeehaus (Starbucks) eine Sightseeingtour durch die Innenstadt nicht nehmen lassen. Im Hafen sind wir dann auf Roman und Hendrick getroffen, die wir schon von unseren Seminaren in Berlin kannten und die an einer Schule in der Näche von Wellington arbeiten.

Mit Ihnen sind wir dann of the top of mountain gefahren mit Hilfe eines „cable cars“. Wellington im untergehenden Sonnenlicht und noch dazu von oben ist doch schon sehr ergreifend. Nach circa 400 Fotos und 10 abgefrorenen Zehen, haben wir dann den Abstieg angetreten.

Bevor wir zurück gefahren sind nach Wanganui, waren wir noch bei den beiden in der Wohnung und haben zusammen etwas fern gesehen (Rugby, American Football...).

An alle die nach dem Opelschock noch weiter gelesen haben ein recht herzlichen Dank. An alle die das getan haben, weil sie nicht wissen, was ich mit meinem Opel Problem eigentlich will, die wenden sich bitte an Nils oder Gerrit J

Oh und die TravellersSchecks Geschichte gibt es dann beim nächsten Mal.

Freitag, 4. September 2009

Tag 7 in der Geschichte eines kleines Siehlis im weiten Neuseeland. Also es freut mich wirklich, dass euch mein Blog gefällt :) Gebe mir auch Mühe ihn ständig auf dem neusten Stand zu halten. Leider macht mir grade mein linker Zeigefinger etwas Probleme. Das liegt an den brutalen Karateka hier drüben, die mich gestern gleich mal heraus gefordert haben. Im Vergleich zu meinem Daumen sehen Sie natürlich wesentlich schlimmer aus :P Nein, weg von meinem blau gefärbten, angeschmollenen.... (ich könnte ewig so weiter machen)... Daumen... hin zu den schönen Dingen des Lebens. Schlaf. Lino und ich hatten unsere erste Period heute erst gegen 12.30 Uhr. Was bei euch in Deutschland natürlich mit 2.30 Uhr mitten in der Nacht wäre. Wir haben die Zeit allerdings im FitnessStudio um die Ecke genutzt und sehen schon ziemlich Aufgepimpt aus. (Neue Serie: Pimp my Sebbi) Wenn das so weiter geht in dem Jahr, werde ich wohl doch eine Karriere als Bodybuilder einschlagen müssen.
Joah aber zurück. Anschließend waren wir noch in der Schule und haben mal wieder an unserem Bäumchen weiter geschufftet. (Bilder kommen noch) Er nimmt immer mehr Züge eines Baumes an. Ja er. Weil wir IHN jetzt einfach mal Rudi nennen. Man bekommt nach 5 Tagen Arbeit mit so nem Bäumchen alias Rudi so ein richtig enges Verhältnis zu dem Holz und den schönen Schräubchen und... naja gut... also wie Ihr seht, ist hier nicht wirklich was Spannendes passiert. Morgen gehen wir eventuell auf eine Auktion in Palmerston North um ein Auto für mich zu finden. Danach werden wir wohl runter nach Wellington fahren. Mal abwarten.
Ach ja. Die Geschichte mit den TravellerSchecks.... Naja das nächste mal ;)

Donnerstag, 3. September 2009



Wir sind euch 10 Stunden voraus in der Zeit :) Daher ist es bei uns auch gerade 12 Uhr Mittag an einem sonnigen, wenn auch etwas kühlen Donnerstag.
Unsere Aufgabenbereiche haben sich erweitert über das Bedienen des Kopiermonstrums und das Sortieren von Mails hin zum Bauen eines Baumes. Ja richtig gelesen. Heute haben wir einen Baum mit Phil gebaut. In 2 Wochen findet eine Schulaufführung eines Stückes von Shakespeare statt in der Schule. Dafür gab es auch bereits gestern ausgedehnte Proben. Für die Tanzeinlagen gab es daher auch etliche nette kleine Musikstückchen. Lino und ich hatten also die ehrenvolle Aufgabe auf den Play/Stop/Forwards/Backwards- oder Lieder-aussuch-Button zu drücken. Ja es hört sich leichter an, als es ist, wenn man bedenkt, dass wir doch auch dem englischsprachigem Skript folgen mussten mit Versen von Sir Willi persönlich verfasst und diese selbst für geübte doch nur zur Hälfte verständlich sind.
Die Theaterlehrerin Gayline beaufsichtigt das Ganze und führt Regie. Sie tut dies ohne Zweifel mit einiger Begeisterung, wenn nicht sogar mit etwas Militantem-Drill. Aber ohne das, läuft ja bekanntlich nichts. Nach unserer Truppenübung im Theater hatten wir eine kleine Verschnaufpause, bevor wir abends eingeladen waren zu einem Abendessen im Hause eines Lehrers. Geladen waren alle "International Students". Einige kamen aus China, ein Junge aus Vietnam, Breanna vertrat Kanada und Lino und ich die BRD.
Nachdem wir ausführlich über die Gepflogenheiten (schreibt man das denn so?) von Kanadiern und Deutschen gesprochen hatten und Bob, der Gastgeber uns erklärt hat, warum er Europa besuchen will (wegen des Bieres und der Bratwürste), sind wir wieder in unser Hostel gefahren.
Und das nächste Mal hört Ihr von lustigen Geschichten über viele TravellerSchecks in einer Neuseeländischen Bank.

Dienstag, 1. September 2009



Tag 2 in Wanganui. Jetzt fange ich einfach mal an mit den einfachen Dingen hier. Das Wetter könnte dem in Norddeutschland Konkurrenz machen. Es ist den ganzen Tag sehr windig, regnet oft und es hat zwischen 10° und 15°C. In der nacht etwas kälter. Teilweise kann man sich schon fallen lassen und wird vom Wind aufgefangen. Das ist der Winter hier. Aber heute am 1. September war Frühlingsanfang.

Heute war unser 2. Tag in der Schule. Morgens treffen sich alle Lehrer (staff member) in einer Art Lehrerzimmer um einige wichtige Dinge zu besprechen. Anschließend, etwa gegen 8.30 Uhr, fängt der Unterricht an. Im Moment sind einige Lehrer weg mit den Fußballteams der Schule. Wobei man das Gefühl hat, dass es etwa die Hälfte der Schülerschaft ist.

Nachdem wir eine kleine Einführung für unseren vielleicht wichtigsten Freund für die kommenden Wochen, den Kopierer, bekommen hatten, sind wir mit einem Lehrer in den "Wood Works" Raum gegangen, wo wir 5 Stühle mit ihm zusammen gebaut haben, bzw. Schleifen, bohren und kleben durften.
Es gibt eine Menge Gebäude/Bereiche an der Schule: Sporthalle, Maori-Gebäude, Nachhilferäume, Maschinen zum Nähen, eine rießige Werkstatt... und so geht es weiter.

Heute nachmittag hatte ich zum ersten Mal Karatetraining in der Schule. Es waren sehr viele Kinder da (zwischen 8 und 15), die aber alle gut mitmachten und sehr gute Reaktionen hatten. Das Training hier ist ein wenig anders wie in Deutschland im Dojo-Makoto aber vergleichbar. Es stehen 3 Lehrer vorne und teilen die Gruppe jeweils für die Übungen. Werde dort jetzt regelmäßig hingegen. (Dienstag+Donnerstag, 16-19 Uhr)
Neben uns in der Halle wurde noch Judo trainiert. Die Neuseeländer sind alle Sport begeistert und daher auch alle ganz fit.

Lino und ich haben uns jetzt noch ein Fitnessstudio gesucht. In der Nähe von uns hatte sich eines in einer großen Halle versteckt. Für ein Jahr zahlt man hier etwa 200€. Sicherlich sind die Studios in Deutschland noch etwas besser ausgestattet. Werden das jetzt mal probieren.
Von 9-10.30 p.m. (also gleich) werde ich mal noch ein Schicht im Hostel übernehmen. The Lock up Duty.

Viele Grüße nach Deutschland :) Hoffe es geht Euch allen gut :) Freu mich immer über Post.