



FROHES NEUES JAHR !!!
So lange haben wir uns nicht mehr gesehen, gehört, geschrieben oder uns gegenseitig neues erzählt. Denkt ihr das auch? Vermutlich haben schon einige meinen Blog aus ihren Favoriten (wo er ja wohl hoffentlich mal war) gelöscht. Oder haben Vici und mich schon in Neuseeland aufgegeben. Aber wir sind noch daJ 1900 km, 5 Stationen und 1500 Bilder später berichten wir vom Erlebten.
Unsere letzte Station von der wir berichtet haben war der Mt. Cook. Dort verbrachten wir Weihnachten. Puh, scheint dass schon wieder lange her zu sein.
Anschließend ging es nach Oamaru an der Ostküste der Südinsel. Am 25.12. war es vermutlich einer der ausgestorbensten Fleckchen Erde, das man sich denken kann. Selbst die Pinguine, die man dort besuchen konnte, schienen sich auf Felsvorsprüngen einen Ruhetag ein zu legen, bevor der Touristenschwarm sie erneut heimsuchte.
Oamaru ist trotz seiner „Größe“ ein schöner Ort. Einige alte Gebäude geben der Stadt ihren eigenen Charme und unser Hostel untermalte das ganze noch mit einer Weihnachtsfeier.
Dabei lernten wir eine Schweizer Familie und einen Studenten (Psychologie) aus Kanada kennen. Sowie einen Australier (Scott), den wir bis gestern immer wieder getroffen haben und wir auch einiges schon zusammen unternommen haben.
Nichts desto trotz freuten Vici und ich uns nach einigen Tagen in der Einöde auf eine größere Stadt.
Dunedin. Nach Christchurch die 2. Größte Stadt auf der Südinsel mit knapp 110 000 Einwohnern. Hier trafen wir auch Alexej und eine Freundin von ihm wieder: Mariska. Sie kam gerade aus Nepal und bleibt für 2 Monate in Neuseeland. René holten wir noch vom Flughafen ab und so war unsere kleine Gruppe komplett.
Schon am Flughafen hatten wir ziemlich viel Spaß um genauer zu sein auf der Rückfahrt. Traurigerweise flog ein Vogel auf unsere Scheibe. Dabei sei erwähnt, dass wir mit 20 km/h vor uns hin tuckerten und der Vogel uns wohl eher mit seinem Nest verwechselt haben muss, so wie er auf die Scheibe zu steuerte. Ich noch am überlegen, wo denn hier der Schneeball her kommt, schreit Vici schon: Vogel!!! Und René hinten drin: Wow, Vogel!!! Man der war aber auch blöd. (Wohl gemerkt ist er Vegetarier !!!!!!!!!! Also René nicht der Vogel, der vll auch.... achhh........ ). Ich mir gedacht, na gut, dann wird der vll ja noch zwischen Dach und Surfboard hängen. (alle Tierfreunde bitte zum nächsten Abschnitt springen). Vici und René mich shcon für völlig bekloppt erklärt, halte ich an und AAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH piept mir was entgegen. Ich einen Sprung nach hinten vom Auto weg, denken die beiden drinnen, man der kann aber gut schauspielern... AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH – ist der Vogel vom Dach runter gefallen. Die beiden aus dem Auto raus gehechtet als ging es um IHR Leben. Die traurige Wahrheit ist dabei allerdings, dass wir den Vogel töten musstenL
(Vici: Ich hab nichts damit zutun gehabt, ich war dagegen!!!) Ja sie war dagegen, wobei mal wieder zu erwähnen sei, dass der Vegetarier am lautesten gelacht hat (Auja fahr nochmal drüber, mist verfehlt, nochmal nochmal) Ist ja gut Vici. Ich werde hier dauernd vom PC verdrängt. Nachdem wir demokratisch abgestimmt hatten und Vici mit ihrer Tierfreundschaft einsah, dass ein wochenlanges Leiden für den Vogel doch keinen Sinn mehr hatte, musste er sterben L. Dafür soll hier dieser Gedenkabschnitt stehen. Für Erwin unseren Lemmingvogel.
Selbstverständlich gab es in sechs Tagen Dunedin aber auch so einiges anderes zu sehen. So z.B. die steilste Straße der Welt. 38% Steigung. Das kommt einem vll nicht viel vor aber wenn man auf halbe Höhe mit durchdrehenden Reifen fest hängt und aus der Windschutzscheibe schauend nur Beton sieht, sowie eine panische Vici neben sich sitzen hat: SCHAAAAAAAAAAAAAAAAAAATZZZZZZZZZ, dann sind 38% verdammt viel.
Eine Art Gallery mit tollen Photografien von Taryn Simon, ein Kinobesuch in Sherlock Holmes, ein Tag am Strand mit atemberaubenden Wellen, mehrere Shoppingtouren und eine Sylvesternacht in Dunedin lassen uns die Stadt wohl nicht so schnell vergessen. Dabei haben wir bei einem Ausflug zu den Moeraki Steinen sogar noch Bekannte aus Baden-Baden getroffen, die im Café hinter uns saßen. Theresa mit ihrem Freund Roland (Grenke) und noch eine Freundin. Es ist selbst bei einigen Mio. Deutschen hier sehr komisch, wenn man in einem Café plötzlich mit: Hey Sebastian... , angesprochen wird.
Dabei hebe ich mir Renés Geldbeutelgeschichte allerdings auf. Denn von Dingen, die auf dem Dach liegen geblieben sind, habe ich schon genug berichtet.
Nachdem uns René verlies, da er nach Australien reiste, ging es für uns vier weiter nach Invercargill.
Eine Geisterstadt an der Südspitze der Südinsel. Normalerweise nur als Basis von Touristen genutzt um auf die kleine Insel „Stewart Island“ zu schippern. Ansonsten wird sie meistens gemieden von Reisenden, da sie so gut wie nichts zu bieten hat.
Und so passte auch das Gewitter mit dem Starkregen gut zur Örtlichkeit. Beim Strandbesuch hingegen blies uns Sand mit über 100 km/h entgegen und nach einer halben Stunde war der Strand wie aufgesaugt und nur der feuchte Teil blieb erhalten, während der lose sich ihren Weg Richtung Stadt bahnten.
Von der Südspitze Neuseelands geht unsere Reise seither nur noch Richtung Norden.
Unsere letzte Station machten wir in Te Anau. Ein kleines Städtchen hübsch am See gelegen, Ausflugsort für viele Touristen.
Neben Wanderungen, Heli- und Wasserflugzeugrundflügen (das ist mal ein Wort) ist es vor allem Ausgangspunkt für Reisende zum Milford Sound.
Trotzdem ist Te Anau eine Überraschung gewesen. So fuhren wir gestern zum Milford Sound hoch.
Der Milford Sound ist Neuseelands meist frequentierte Touristenattraktion. Fast jeder, der über 4 Mio. Touristen jedes Jahr besucht ihn. Daher passt auch die Beschreibung im Reiseführer „Lonely Planet“ gut dazu: „Die Wartehalle für Besucher, die auf die zahllosen Schiffe warten, ähnelt eher einem internationalen Flughafen.“
Doch schon die Fahrt hoch ans Fjord (eigentlich der richtige Begriff) war ein Erlebnis.
Selten haben wir vier vermutlich so einen Starkregen erlebt. Meist hat es in Strömen gegossen und man konnte oftmals nur erahnen wie hoch die Felsen zu beiden Seiten ragten.
Dabei waren die zahlreichen Wasserfälle ein Naturschauspiel, dass einem für immer in Erinnerung bleibt. Aus hunderten von Metern stürzten meist gleich 5-10 Wasserfälle an den Felswänden herunter. Große, kleine, unten Bäche oder reisende Ströme. So soll angeblich auch der 5. Höchste Wasserfall auf der Welt zum Milford Sound gehören. Das Wasser bahnt seinen Weg bei ihm aus etwa 580m Höhe.
Bei unserer Bootstour durch das Fjord machte uns der Nebel meist einen Strich durch die Rechnung. Doch selbst bei schlechtem Wetter wirkte es einfach nur gigantisch. Ohne übertreiben zu wollen, ist es vermutlich einer der schönsten Flecke Erde, die es gibt.
Zwischen 330m und 2km ist das Fjord breit, erstreckt sich über 16km und ist im Durchschnitt 300m tief. Dabei ist es schon in 10m so dunkel, wie im Ozean erst nach 70m. Und so kommen viele seltene Fisch- und Pflanzenarten in den Gewässern vor.
Die Felswände ragen an einigen Stellen tatsächlich fast senkrecht aus dem Wasser herauf bis auf 1300m Höhe. Erst vor einige Jahren sollen dort auch Basejumper am Werk gewesen seien.
Und das alles bei einem Ort, der eigentlich nur 170 Einwohner hat. J
Heute sind wir weiter nach Queenstown gefahren. Der „Partystadt Neuseelands“. Alles erinnert ein wenig an den Ballermann nur doch etwas edler. Bars, teure Geschäfte und Hotels locken das Publikum.
Und dabei gibt es nichts was es nicht gibt: Quad fahren, JetsSki, Jetboat, Raddampfer, Riesenminigolfanlage, Berggondel, Sommerrodelbahn, 3 verschiedene Bungy Jumps, Fallschirmspringen, Water Rafting, Wildwassersurfen, Herr der Ringe Tour, Canyon Swing.... und dabei war das noch lange nicht alles. Man wird von Flyern, Plakaten und Angeboten praktisch erstickt und doch wird vermutlich nirgends sonst in Neuseeland so viel Geld gelassen, wie hier in Queenstown.
So steht morgen für mich der Bungy Jump auf dem Programm. „Nevis-Highwire-Jump“ aus 134m Höhe. Ist damit auch Neuseelands höchster. Vermutlich bin ich die kommenden Tage auch auf Daueradrenalin. Daher wollte ich auch ein letztes Mal in meinen Blog schreiben. Man weiß ja nie :D