
Etwas geschlaucht sitze ich gerade vor meinem Laptop und versuche Euch die letzte Woche von Vici und mir in Wanganui zu beschreiben.
Wie stellt man sich die erste Woche nach den Sommerferien denn so vor? Chaotisch? Richtig. Etwas Planlos? Richtig. Locker für Schüler und Gapstudents? Richtig.
Ohne festen Stundenplan und wirkliche Aufgaben sind wir in die letzte Woche gestartet. Kopieren, Testbeaufsichtigung oder Stadtführung für Neuankömmlinge aus Thailand/Japan waren das höchste der Gefühle.
2 Tage gab es sportliche Wettkämpfe zwischen den unterschiedlichen „Häusern“. So maßen sie sich in Touch Rugby, Ultimate Frisby, Basketball, Volleyball, Touchball, Cricket.... etc.
Kupe und ich machten fleißig Bilder für die Schülerzeitung, während ich mit Lino und Kevin noch Schiedsrichter spielen durfte. Nur beim Lehrer-gegen-Schüler-Tauziehen wurden wir wirklich aktiv und verloren auch gleich beschämend schnell.
Bei knapp 7 ft. Großen 9. Klässlern aber auch kein Wunder.
Auch für Vici ging es wieder an die Arbeit. Ihre dritte Woche arbeitete sie schon im Restaurant. Immer wieder schauen einige Deutsche vorbei, die sich durch ihren unverkennbaren Akzent auch spätesten beim Ordern einer Cola verraten. Wenn nicht sogar schon zuvor.
Es ist immer verblüffend, wie viele Deutsche hier in Neuseeland sind. Dabei sind alle Altersgruppen vertreten. Von Work and Travel über Kurzreise bis zu Verwandtenbesuch ist dabei alles drin.
Vici und ich freuen uns darüber, dass Wanganui nicht zu den Hochburgen des Tourismus gehört. Natürlich ist es auch schön Menschen aus der „Heimat“ zu treffen. So waren zum Beispiel Freiburger im „Indigo“ oder Theresa aus Baden-Baden kam uns besuchen für einen Tag. Doch dann ist man wieder froh unter „Einheimischen“ zu sein.
Hochburg der Maori, vor allem am City College, Hochburg der Traditionen und natürlich eine der ältesten Städte Neuseelands. Das ist Wanganui. Für die meisten ist es nur ein Städtchen auf ihrer Durchfahrt, wenn überhaupt bleibt Ihnen der Whanganui River in Erinnerung.
Für uns ist es schon ein Stückchen „Hometown“. Ein halbes Jahr bin ich schon hier, Vici 5 Monate. Wir beide freuen uns aber auch natürlich auf zu Hause im Juni/Juli.
Gestern waren Lino und ich mal wieder einmal surfen und das sogar in Wanganui.
Richtig gute Wellen kombiniert mit schönem Wetter. Was will man denn mehr?
Immerhin stand ich schon einige Male auf dem Board für wenige Sekunden. Und man spürt langsam Fortschritte. Dabei sind natürlich kleinere „Crashs“ auch nicht zu vergessen. Sturz Kopf über nach vorne mit anschließender Rolle entlang der Welle und einem Surfboard, dass einem gegen den Kopf gespült wird. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Und richtige Kiwis kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.
Heute war nationaler Feiertag in Neuseeland. Waitangi Day. Der Waitangi Vertrag wurde um 1840 abgeschlossen und war bzw. ist bis heute einer der wichtigsten historischen Ereignisse für Neuseeland. (Beachte Frage)
Zudem besuchten wir wieder einmal das Kino heute. Avatar. Nicht ohne Grund für 9 Oscars nominiert, war es wohl einer der besten Filme, die wir beide seit langem gesehen haben. Also auf auf: ANSCHAUEN !!!
Kupe lernt langsam immer mehr Deutsch. Schließlich ist es sein Traum nach Deutschland zu kommen und dort zu leben, evtl. sogar für immer. Wir scheinen also doch prägenden Einfluss zu nehmen.
Highlight der letzten Woche:
„Are you not from America?“ – „Oh hell no, I’m from Canada“ – „Oh really...(pause) I always thought thats a part of America?!“ – „.........“
Man lernt eben nie aus ;)
hallöchen :)
AntwortenLöschenschön, wieder von euch zu lesen.
das surfproblem scheint sich doch angesichts des positiv klingenden surferlebnisses sich etwas minimiert zu haben^^ - und das in wanganui.
die welt ist klein, egal wohin man reist, für ein paar vertraute dinge bzw. leute reicht es irgendwie immer.das hat doch auch was. aber klar, wer will schon ein jahr im ausland verbringen, um dort dann wiederum nur altbekannte dinge zu sehen. das wäre ja so wie urlaub auf malle ;)
ganz viele grüße :)
franzi
heey,
AntwortenLöschenja die erste woche schule, manoman ist das schon lange her^^ für die/den einen oder andere/n ists mit studium noch ahnlich, jedoch bleibt mir das noch verwehrt^^
nicht umsonst sind die deutschen touriweltmeister;) egal wo man hinfährt und sich in sicherheit, vor mitbürgern, wiegt, läuft IMMER jmd aus DE rum :D
liebe grüße an Euch zwei da unten auf der anderen seite :P