Sonntag, 14. Februar 2010




Mitte Februar ist es. Hätte einer gedacht, wie schnell die Zeit doch vergeht. Erst gestern – so scheint es – haben wir Sylvester gefeiert. Über ein halbes Jahr bin ich jetzt schon in Wanganui. Mehr als die Hälfte liegt schon hinter Vici und mir.

Der Alltag ist zurück gekehrt. Doch dies heißt selbstverständlich nicht, dass es langweilig wird. Zwar hingen wir am Montag und Dienstag alle drei (Lino, Breanna und ich) nur rum in der Schule und mussten neben kleineren Kopierjobs uns alle völlig unserer Literatur hingeben. Man liest hier ganz schön was weg kann ich euch sagen. Dafür bin ich immer noch am überlegen, wie ich meine kleine Bibliothek denn wieder nach Deutschland bringen soll.

Von Mittwoch bis Freitag wurden wir dann allerdings doch noch aktiv. Die neunten Klassen, welche auf dem College die Juniors darstellen, gingen auf einen Ruder-Trip. Insgesamt fünf 9. Klassen, machten fünf Ruderausflüge für die GapStudents.

Schon einmal etwas vom „Waka“ gehört? Ein Waka ist nichts anderes, als ein Ruderboot für bis zu 25 Personen. Die Maori haben es genutzt um nach Neuseeland zu kommen und später in Kriegen, zum Fischen, etc.

Ein Steuermann steht ähnlich wie bei den Booten in Venedig hinten auf dem Boot und steuert seinem Namen gerecht werdend das Boot. Vor ihm saßen 10-15 begeisterte Schüler/Lehrer/Gappies, die fleißig ruderten. Und ich kann euch sagen. Nach etwa 12 Stunden auf dem Wasser in 3 Tagen waren wir drei ziemlich ge“rudert“schlaucht.

Von Sonne über Starkregen war alles dabei. Die Kinder fanden es toll, vor allem das finale Rennen bei jedem Trip motivierte sie. Schon nach dem ersten Ausflug stiegen Lino und ich zu den Frontmänner auf, die das Ruder in der Hand hielten (haschn?). Witze über die „deutsche Führungsqualität“ blieben natürlich nicht aus.

Flussaufwärts wie auch Flussabwärts zeigten uns Nes und Net, die beiden Steuermänner, einige „historische“ Plätze oder einfach nur die pure Natur. Geschichte ist hier ja eh immer so ein Thema. Schließlich ist ja selbst das älteste Steinhaus Neuseelands mit knapp 170 Jahren nicht sonderlich alt. Überreste von Anlegeplätzen aus dem 19 Jhd. können damit noch gleichziehen. Aber vom Boot hauen die einen selbstverständlich auch nicht.

Am Freitag Abend gab es im Hostel noch ein Barbecue. Und ich war selbstredend der Grillmeister. Was aber nicht heißt, dass ich besoffen war. Die Theorie besagt ja, dass der Grillmeister seinem Namen auch im Bier trinken alle Ehre macht aber doch nicht vor Hostelkids. Und Paulaner gibt es hier ja auch nicht.

Wenn ich hier grade auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir noch ein, dass ich meine erste Japanischklasse letzte Woche hatte. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, saß ich ziemlich verwirrt drin und hab mich auch ganz meinem Gefühl nach in die Schülerreihen gesetzt. Dafür liegen nun 2 Heftchen auf meinem Schreibtisch mit allen Zeichen und ersten Vokabeln. Ob ich dass wohl durch halte. Schließlich will ich ja auch noch bisschen russisch lernen J

Vici ist fleißig am schuften. Die letzten drei Tage waren es jeweils 9-10 Stunden im Restaurant oder im Café. Und auch heute am schönen Valentinstag muss sie wieder ran. Aber da wir uns beide gesagt haben, dass wir den Valentinstag eh nicht mögen, ist das ja nicht so schlimm.

Ansonsten ist schon ein wenig der Alltag wieder eingekehrt und erste Besuche rücken näher. Ende März wird uns Tami besuchen. Und wir werden mit ihr zurück nach Sydney fliegen und dort 12 Tage bleiben. So haben sich auch noch Benni und Theresa, Semi und mein Vater mit klein Aaron angekündigt. Fullhouse J

Mit Kupe habe ich eine kleine Band ins Leben gerufen: „SuperFreakSociety“. Gitarre und Klavier. 2 Stücke haben wir leihenhaft auch schon aufgenommen. Werde sie bei Gelegenheit mal hochladen. Oder wir schicken die erste CD rum, wenn es sowet ist :D

Einen fröhlichen Sonntag wünschen wir euch allen da draußen in der meist weiten Ferne und genießt den Schnee J

3 Kommentare:

  1. Hallo :)
    schön, dass du den waka bootsführer job so gut erledigt hast, stelle mir das nicht so einfach vor mit 15 leuten^^ man könnte sagen du hast dich waka geschlagen? ;D immerhin musstest du nicht singen wie die in venedig ^^ wobei, wer weiß, wenn ihr jetzt als band in neuseeland abgeht, dann wäre ein bisschen gesangsübung auf dem wasser sicher nicht schlecht gewesen ;)
    ja das bücherproblem scheint doch in diesem zusammenhang eine lösung zu finden: da du jetzt genügend floßerfahrung hast, kannst du deine bücher zu einem floß zusammenbauen und schön gemütlich dich nach europa treiben lassen xD kann bisschen zeitaufwendig sein, und die bücher haben danach sicher die seiten vom wasser voll, aber ansonsten ;)
    ganz viele liebe grüße an euch beiden :-)
    franzi

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  2. Muss schon sagen. Dein Kommentar hatte etwas Poetisches. Willst du nicht doch noch Germanistik anfangen Franzi? :D

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  3. :D danke danke, aber irgendwas muss mir ja noch als hobby bleiben ;)

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