Sonntag, 14. März 2010






































Eine Woche voller Gefahren, Abenteuern und „rauchenden Opeln“ geht zu Ende. Anfangen möchte ich doch gleich mal mit dem wohl spannendsten Tag dieser Woche: der Freitag. Ja 5 Tage lang hat es gedauert bis ich wieder mal genug Material zusammen gesammelt hatte, um euch etwas erzählen zu können. Und dann passiert alles an einem Tag.

Zu einer der langweiligsten Kurse in meinem Leben (neben Bio 2-stündig – Ohlsen – ungetopt) zähle ich sicherlich meinen Erstehilfekurs beim DRK. Damals musste ich ihn für den Führerschein machen und die 5 Stunden kamen mir schon verdammt lange vor.

Einige Schüler hier am College kommen allerdings in den Genuss einen 3 tägigen Kurs zu machen über 3 Freitage verteilt.

Aufgabe eines Gapstudent: Augen auf halten.

Dies wurde tatsächlich zur Mission allerdings in anderem Sinne als geplant.

Die Kinderchen waren brav, pumpten die Gummipuppen fleißig mit Luft auf und schlenkerten die Babys durch die Gegend, was mir Hoffnung und zu gleich Angst bereitete. Hoffnung, dass sie noch nicht Vater oder Mutter zu sein schienen, Angst, dass sie es hoffentlich nicht so bald werden, bei dem ängstlich dreinblickenden Puppen.

Der Tutor, der das ganze leitete war ungefähr so groß wie die Puppen allerdings mit Armen und Beinen. Dabei erzählte er mir, dass er „Tauchen“ studierte. Fand ich spannend auch wenn ich nicht wusste, dass dies ein Studiengang ist. Man lernt eben nie aus.

Aber schließlich lag das wichtigste Ereignis ja noch vor uns mit Vicis Geburtstag. 20 ist schon eine magische Zahl. Zumindest fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben alt und die Zeit schien nicht mehr langsam zu vergehen sondern ich sah die Jahre vor meinem inneren Auge vorbei rasen. Klingt dramatisch.

Nachdem Vici leider an ihrem Geburtstag selber arbeiten musste, fuhren wir schon am Freitag nach Wellington für ein schönes Abendbrot.

Wäre da nicht mein kleine gold-silberne, gebrechliche Blechbüchse gewesen. Seelenruhig steht man an der Ampel in Mitten von Autos am Hafen von Wellington, als ich plötzlich weißen Rauch sah. Ich, noch in der Hoffnung, dass es von dem vorderen Auto käme, doch schon mit dem Wissen, dass es wohl nicht so ist.

Glücklichweise waren wir gerade an einer Tankstelle vorbei gefahren und so hielten wir dort an. Nachdem wir von Rauch umhüllte waren, war auch nicht mehr zu leugnen, welches Auto rauchte.

Motorhaube auf. Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn genau wenn man ihn mal braucht der Hebel unterm Lenkrad abbricht. Kam mir schon wieder vor, wie im Komödienstadel.

Nachdem wir sie dann aufhatten, entdeckten wir schnell, dass der Wassertank unter Hochdruck stand. Nach ca. 10 min „kochendem-Wasser-welches-unter-Hochdruck-den-Deckel-sprengen-will-beim-abfließen-Zuschauen“, war auch das Problem relativ schnell klar. Der Tank war leer. Kein Wasser, keine Kühlung, Folge: Hitze. Bleibt die Frage, wohin das ganze Wasser geflossen ist.

Da fällt mir gerade ein: Habe ich schon einmal mein „Inder-Problem“ erläutert? Ja, ich habe grundsätzlich ein Problem mit Indern. Denn die meisten, die ich kenne und das mögen immerhin 0,000000001% der gesamten indischen Bevölkerung sein, wollen mir irgendetwas andrehen. Vom Kameraverkäufer auf Gran Canaria, über den Rosenverkäufer in Lloret („No, thanks, I don’t want them“ – „Fuck you“) bis hin zu den freundlichen Mitarbeitern an der Shell Tankstelle in Wellington.

Nachdem ich der Dame an der Kasse klar machte, dass mein Auto da draußen dampfend steht und es ja schließlich auch eine Gefahr für die ganze Tankstelle darstellen könnte, schickte sie den Kollegen zu mir raus.

Und es hätte vermutlich kaum schlimmer kommen können. Nennen wir ihn mal zweckmäßig Ramsi. Ramsi hatte einen Turban auf, stellte schon bevor er mein Auto überhaupt gesehen hatte, klar, dass er nur zum Auffüllen von Wasser hier sei. Mein Mann, dachte ich. Selbstverständlich musste ich ihm allerdings erst erklären, dass der dampfende Tank vor ihm, wohl der Wassertank sei. Woraufhin er einfach Putzwasser reinschüttete, stoppte, mich anschaute und fragte: „Are you sure, that this ist the water tank?“ – Ja Ramsi aber ich bin mir nicht sicher mit dem Putzwasser. Nach einem weiteren Kurs in Wassertank-Füllen, zeigte mir Ramsi seinen Qualitäten als Inder. „I think, we have to put in some liquid, otherwise it will just freeze, when it is cold.“ – „Oh, yeah, we have liquid inside, do you want some?“ - ... –

Getoppt wurde es nur noch, als Vici auf seine Frage hin, wie es ihr denn gehe, antwortete: „A bit hungry“ – Ramsi antwortete: „We have nice pies inside.“ Ramsi, eben ein Bilderbuch-Verkaufsinder.

Ende vom Lied war, dass wir jemanden vom AA holten (lokaler ADAC). Der kam auch nach weiteren 1,5 Stunden und meinte, dass wohl der Motor Wasser mit verbrannte und dort das Wasser verschwand durch ein kleines Leck.

Das anschließende Abendessen war aber umso schöner und schließlich waren wir dann auch richtig hungrig. Von Steak bestellenden Deutschen in einem Fischrestaurant berichte ich euch dann aber das nächstes Mal.

Happy Birthday Vici !!!

3 Kommentare:

  1. huch, ich meine, es war schon immer schön spannende dinge in deinem blog zu lesen, seb, aber so spannend muss es dann auch nicht sein! rauchende autos, das gibts doch normalerweise nur bei alarm für cobra 11! ^^ und das, wenn man auf dem weg zu einem schönen abendessen ist...aber ist ja zum glück nochmal gut gegangen.
    auf die geschichte mit dem steak im fischrestaurant bin ich diesmal (positiv)gespannt^^ hört sich iwie son nach nem typischen tourifettnäpfchen an (auch wenn ihr ja schon fast heimisch seit nach dieser langen zeit^^).
    in diesem sinne, wünsch ich ein paar inderfreie tage, seb (oder eben ein erlebnis, dass das bisherige inder-image bei dir aufpoliert ;)
    viele grüße,
    franzi :)

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  2. ps: ich vergaß meinen senf zu den bildern abzugeben^^

    zu dem gemähten rasen, das sieht ja etwas nach langweile aus^^ wär der rasen doch nur größer, dann wäre es doch naheliegend gewesen vici ein tolles liebesgeständnis da reinzumähen ;)

    und dann noch zum rockstar/groupie bild: was macht jetzt eig die musikkarriere? deutschland ist heiß darauf was von den export-import-newcomern aus nz zu hören ;)

    das dritte bild: ääähm...wer malt da bei euch?^^ jetzt auch noch der nächste picasso? ist ja eine richtige talentgrube da bei euch ;)

    und no.4. angesichts dem blogeintrag erscheint mir das bild ein klein wenig ironisch :D

    soo jetzt genug!
    =)

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  3. Happy Birthday nachträglich liebe Vici auch diesem Wege wünschen Dir. (Da ich nie weiss ob die sms den halben Weg um die Erde so problemlos überstehen.

    Georgy und Chris

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