




„Home sweet home“. 11 Tage Sydney waren genug um sehr viel von der Stadt mit zu nehmen und uns einen ganz kleinen Eindruck von Australien zu geben. Jetzt hat uns erst einmal Neuseeland zurück für die kommenden 2-3 Monate. Der nächste Flug geht dann nämlich für uns beide nach Hause ins dann hoffentlich warme Deutschland.
Selbstverständlich kann man Sydney nicht verlassen, bzw. Australien im Allgemeinen ohne zumindest ein paar Strände gesehen zu haben. So waren wir 3 Tage in Folge eigentlich hauptsächlich am Rumlungern mit vielen anderen Strandlustigen. Dazu sei gesagt, dass wir hier in Neuseeland mittlerweile etwa die Temperaturen erricht haben, wie sie in Deutschland wohl im Oktober herrschen. Zwischen 0°C und 15°C. Der Herbst ist auch hier angekommen.
Nicht viel spürt man davon in Sydney. Sobald die Sonne scheint, hat es dort 25°C und mit einer warmen Brise ist es einfach perfekt. Selbst nachts kühlt es vielleicht einmal auf 15°C ab. Dementsprechend treiben sich auch noch viel am Strand herum in jeder freien Minute.
Der berühmteste unter ihnen ist wohl der Bondi-Beach. Aber Laufwütig wie wir nun einmal sind, bestritten wir zusammen mit Tami den Beach Walk, entlang der Küste, vorbei an vielen schönen Buchten, bis hin zum Coogee-Beach (oder Gucci-beach...). Selbstverständlich warteten auch dort schon alle Sonnenmilchfanatiker und Ozonlochanbeter auf uns. Doch alles, was wir hier in Neuseeland an Strand gesehen haben, und wir waren an der ein oder anderen Bucht schon beeindruckt-sei hinzugefügt- steckte allein Sydney mit seinen Stränden in die Tasche. Dabei haben wir wohl nur einen Vorgeschmack bekommen, von dem was die Gold-Coast sonst noch zu bieten hat. Ein weiterer Besuch bleibt so wohl definitiv nicht aus.
Ein weiterer Traum-Strand. Manly-Beach. Um ihm noch mehr Glanz zu verleihen. Ein „Mission Impossible“ soll dort wohl gedreht worden sein. Fragt mich bitte nicht welcher.
Noch nie habe ich so viele Surfer auf einem Haufen gesehen. Alles dabei. Von der stürzenden Surf-Omi, bis hin zum „Unter-30m-ist-alles-Kinderkacke-Surfer“ findet man alles. 50 Leute auf 10m verteilt. Schien zumindest keiner Berührungsängste zu haben.
Neben dem Strand zog es uns am letzten Tag aber auch noch etwas raus aus der Stadt. Die Blue Mountains. Blue Mountains heißen sie deshalb –aufgepasst!!!- weil die von der Sonne freigesetzten Gase aus dem Eukalyptusbaum sich mit Luftpartikeln vermischen; Zusammen mit den Sonnenstrahlen und einer gewissen Entfernung zum Gebirge ergibt das den blauen Schein nachdem das Gebirge benannt wurde. Andere Version: Der Aborigini war einfach blau bei der Namensgebung. Wissenschafltich aber eher unspektakulär.
Bei schönstem Wetter sind wir dann auch „the steepest cable car“ der Welt gefahren. Und ich kann euch sagen. Wenn ich 100° vergeben könnte, würde ich es ihr geben. Schon unten sitzt man nicht im Sitz, sondern liegt man drinnen. Auf halben Weg nach oben stellt sich dann auch raus warum: Man sitzt plötzlich einfach senkrecht im Sitz.
Neben den „3 sisters“ –einer Steinformation- (die Geschichte zu dieser Namensgebung würde meinen Eintrag wohl sprengen; eurer Fantasie ist freiem Lauf gelassen an dieser Stelle) und dem wundervollen National Park haben wir zum ersten Mal Kängurus gesehen. Hoppel, hoppel. Wusstet ihr, dass sie nicht normal gehen können, sondern immer ihre beiden Hinterbeine gleichzeitig fortbewegen müssen, deshalb auch auf den kleinsten Distanzen springen müssen. Bei Full-Speed-Hoppeln bis zu 40 km/h schnell sind und ihre Ohren um 360° drehen können. Nicht schlecht die kleinen, ne?
Der letzte Tag. Er begann wie ein ganz normaler Donnerstag. Es sollte einfach nicht unser Tag sein. Da geht mein Wecker immer richtig, nur am Tag der Abreise stellt sich der Wecker selbst auf stumm. So blieben uns statt einer Stunde zum Packen, Fertig machen und auschecken genau 3 Minuten. Netter Nebeneffekt: Man ist ziemlich schnell wach.
Die restliche Zeit bis hin zum Abflug war dann doch sehr entspannt. Wir checkten nochmal unsere Tickets, ob wir auch die richtige Zeit im Kopf haben und das Airport-Shuttle zur richtigen Zeit kommt. Alles war super. Schließlich wurden wir abgeholt, sogar 10 min zu früh.
16.55 Uhr: Wir kommen am Flufhafen-Sydney an. Der Flieger, der um 18.15 Uhr abheben sollte war zum check-in bereit und wir stellten uns in die relativ kurze Schlange. Einziger Makel: die arabische Großfamilie, die vorgelassen wurde mit ihren etwa 2t Gepäck. „Ja aber wir haben doch 2 Gepäckstücke pro Person.“ – „Ja, nur leider brauchen wir 4 Mitarbeiter um eines davon hoch zu heben.“
17:15 Uhr: Wir stehen am Check-In und sie schaut nach unseren Reservierungen.
17:20 Uhr: Sie schaut immer noch nach unseren Reservierungen und ich zeige ihr meine Buchung für den Flug Nz144.
17.21 Uhr: Sie zeigt uns, wo der Fehler liegt: Wir waren genau einen Tag zu früh am Flughafen. AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH. Das kann doch wohl nicht war sein. So oft haben wir die Flugzeit überprüft, dass wir einfach nicht mehr auf das Datum geachtet haben, bei dem auch noch extra Freitag und nicht Donnerstag drauf stand. „Was für Volltrottel, muss sich die Frau am Schalter gedacht haben.“
17.25 Uhr: Wir stehen am Schalter der Service-Uschi: Vivian. Fragt mich nicht, warum ich den Namen behalten habe. Und fragt mich auch nicht, wie man sein Kind so nennen kann. Problem von Vivian. Die arabische Familie, die immer noch nicht verstand, warum ihre zehn 200kg Koffer nicht mitgenommen werden konnten.
17.30 Uhr: Unser Flug wurde für das Boarding aufgerufen und Vivian kam endlich leicht genervt von den Arabern zu ihrem Schalter zurück. In der Zeit fand eine andere Mitarbeiterin immerhin heraus, dass es wohl noch Plätze für uns gab, es allerdings 120$Au pro Person Aufpreis wären. Egal, auf auf. Hostel, Shuttle und Bus in Nz umbuchen kostet genau so viel.
17.35 Uhr: Vivian war durch und ich sollte bezahlen, während Vici schon mal die Koffer versucht hat ein zu checken. Eine Kreditkarte kann schon etwas schönes sein, wenn sie funktioniert. AHHHHHHHHH. Dritter versuch. Ich sollte meinen Pin eingeben. Ich erklärte ihr, dass das Gerät aber wie blöd piepste, sobald ich die erste Zahl drückte und ob ich nicht unterschreiben könne. Vivian immer noch fest von der Pineingabe überzeugt, probierte es 2 weitere Male.
17.40 Uhr: Natürlich wählten Vici und ich bei der Schalter-Dame für die Gepäckausgabe nicht die „Zack-und-ihr-seid-fertig-Dame“ sondern die wohl relaxteste Omi, die ich seit langem traf. Baut niemals auf Erfahrung sondern lieber auf Schnelligkeit.
17.45 Uhr: Während Vivian mittlerweile auch eingesehen hatte, dass es mit Unterschrift wohl einfach schneller geht, als sich von dem Gerät Fehlermeldungen anzuhören.
Einfacher halber nenne ich „Relaxt-Omi“ einfach mal Renate. Renate, während im Hintergrund „Last boarding for passengers to Wellington with NZ144.... last boarding....“ lief, kontrollierte zum 5. Mal die Visa in unseren Pässen, telefonierte seelenruhig und lief einer Omi auch noch hinterher, weil ihr Anhänger vom Koffer abgefallen war. Vici und ich bekamen fast einen Schreikrampf. Nachdem sie wohl merkte, dass wir doch etwas besorgt waren, meinte sie wir schaffen das schon und bat uns nochmal unsere Visaanträge im Reisepass auf zu schlagen für sie. AHHHHHHHHHHHHHHHH
17.50 Uhr: Auch Renate schaffte es schließlich unsere Koffer aufs Laufband zu befördern und innerlich gab ich die Koffer schon auf (haschn’?). bzw. sah einen ganz besonders motivierten Angestellten des Flufhafenpersonals mit seinem Gepäcktrolli sich dem Flugzeug auf der Startbahn in den Weg stellend und uns ohne Gepäck in Sydney.
Man glaubt gar nicht wie groß so ein Flughafen sein kann.
Passkontrolle: Nicht zu sagen, dass wir auch hier, wohl den langsamten haben. Meine Vermutung war ja: Renates Mann. „Ja das bin wirklich ich auf dem Passbild, du Horst.“
17.53 Uhr: Vermutlich die vertrottelte Tochter der beiden schickte uns dann auch noch in die längste Schlange beim Metalldetektor. Nicht genug des Ganzen stand vor uns auch noch ein Mann und ließ seelenruhig seinen Kulturbeutel mit ungefähr 2 kg Flüssigkeiten und Cremen übers Laufband laufen.
17.55 Uhr: Dritter Anlauf für Mister „Wie-ich-kann-nicht-mal-die 150 g- Nivea-Creme-mitnehmen.“ Der Sicherheitsbeamte hatte schließlich ein Einsehen, schickte die Cremedose auf eine einsame Reise durch den Detektor und ließ uns vorbei.
17.57 Uhr: Wir beide piepsten nicht. Meinen Rucksack sah ich auch schon kommen, doch nein. Ahhhhhhhh. Was macht der denn. Hatte doch ein Sicherheitsbeamter tatsächlich das kleine Schraubenzieherset gefunden für mein Surfboard. Gut für die 200 Passagiere, die ich damit bedrohen wollte, schlecht für uns. Nochmal durch den Check.
17.58 Uhr: Ihr fragt euch sicherlich, wie ich die Zeiten noch so genau weis. Ich sag euch, man bekommt ein ganz anderes Zeitgefühl nicht zu sprechen von den circa 200 malen, die man auf die Uhr schaut.
So rannten wir los durch den verdammten Duty-free-shop, den man natürlich passieren muss, dem Schild: Gate 37-63 zeigend, die langen Gänge entlang. Ratet mal zu welchem Gate wir mussten: Richtig, 63. Ich kam mir schon bisschen vor wie im Komödienstadel.
Nachdem Vici bei Gate 55 schon einen Herzkollaps bekam und ein Mitarbeiter uns entgegen lief mit unseren Namen auf der Liste und der freundlichen Aufforderung: „Hurry up!!!“, sahen wir endlich das erlösende Gate 63.
18.00 Uhr: Unglaublich. Ein Moment, indem mir klar wurde für was sie Sauerstoffmasken an Board hatten.
Finally saßen wir in unserem Flieger und es ging Richtung Wellington.
Fortsetzung folgt...
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AntwortenLöschensoo, jetzt sollte es klappen...^^
AntwortenLöschenmensch mensch, also ihr mit euren flughafenerfahrungen...naja zum glück mit einem mehr oder weniger happy end. gesundheitlich von dem langen run wieder alles ok bei euch? ;)
ich glaube, das was ihr das erlebt hat war einfach die australische gelassenheit. nicht so deutsche zeitgenaue abfertigung, sondern halt eher das motto "allesbrauchtsolangewieesbraucht" ^^
aber in dem ganzen unglück könnt ihr noch froh sein, dass ihr überhaupt noch fliegen konntet, schließlich hängt über nz und australien noch keine staubwolke von bösen vulkanen ;)
naja, jedenfalls schick ich euch viele grüße aus dem 20°C warmen deutschland ;)
franzi
Euch beide kann man ja um die Wlet schicken. Mit Euren Erlebnissen könnte ihr ja ganze Romane schreiben. Waqnn kommen die schönen Sydney Fotos?
AntwortenLöschenAber immerhin ihr könnt noch fliegen. In Europa geht fast nix mehr. Frankfurt/Paris/London alle großen Airports sind dicht seid 1,5 Tagen. Wie lange kein Mensch weiss es.
AntwortenLöschenUrsache der Vulkan auf Island! Sogar Frau Merkel strandete in Lissabon und versucht es jetzt mit dem Auto nach Berlin zu schaffen.
Auf dem ersten Bild kann man gar nicht richtig wissen wer das Schaf ist?
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