
Vor einem weißen Blatt sitze ich, das sich so langsam mit Buchstaben füllt. In gerade mal zwei Seiten versuche ich mein Leben zu verpacken, in Zahlen, Daten und Fakten. Das ganze belegt durch hochlobende Worte meiner Arbeitgeber oder Lehrer. In wenigen Worten versuche ich zu beschreiben, wie sehr ich an einem Fach hänge, dass so vielseitig ist, dass sich Kulturen über Jahrtausende damit beschäftigt haben. Welches die Kultur an sich darstellt.
Karl Friedrich von Weizsäcker hat einmal gesagt: „Philosophie ist die Wissenschaft, über die man nicht reden kann, ohne sie selbst zu betreiben.“ Philosophie. Ein großes Wort, wie ich finde. Für mich das größte Geschenk, dass den Menschen gemacht werden konnte. Philosophie ist Freiheit. Philosophie ist das Leben. Philosophie bist du alleine mit der Welt.
Warum leben wir? Was macht uns Menschen aus? Welchem Zweck dienen wir? Gibt es Gott? Was ist real, was Illusion? Was macht unsere Gesellschaften von heute aus?
Die Liste der Fragen ist unendlich lang. Was die Philosophie so einzigartig macht, ist die noch viel längere Liste der Antworten.
Dabei sind es oft doch Vorschläge, Ansätze, Versuche der Erklärung. Nicht mehr oder weniger. Genau das ist es, was ihr die Freiheit verleiht.
„Die Liebe zur Weisheit“. Ist die Weisheit denn nicht das ewig gejagte Gut von uns, dass wir doch nur verehren, nie besitzen, können? Es ist die Reinheit der Gedanken. Es ist die Erfahrung des Lebens, die Liebe zur Schönheit und das Streben nach Gewissheit. Nicht nur der verehrte Herr Faust musste dies erkennen, mit all seiner Studien.
Trotz meines junges Lebens bin ich schon in der Welt herum gekommen. So viele schöne Plätze habe ich gesehen, so viel Freundlichkeit von Menschen erfahren, so oft habe ich einfach nur gestaunt.
Die Welt ist komplex und lässt sie sich doch auf das Wesentliche reduzieren. Ich wage nicht, sie erklären zu können oder sie vollkommen zu verstehen. Doch ich kann danach streben und nur immer auf das Neue staunen, über die Gaben, die unsere Welt bereit hält.
Ich kann Gemeinsamkeiten suchen und sie finden. Sie mit anderen Menschen teilen und die Schönheit für sich selbst sprechen lassen.
Leider wird unser Denken immer eindimensionaler. Wir erlauben uns keine Freiräume mehr, um die eigentlich doch essenziellen Dinge des Lebens zu betrachten. Jeder lebt mit seiner Droge. Tag für Tag. Sei es das liebe Geld, die Karriere oder das Auto, welches besonderer Pflege bedarf. Wir finden Entschuldigungen. Erfinden Sie. Wir meiden die Zeit alleine. Wir gehen Ihr aus dem Weg, wie unserem eigenen Schatten, den wir versuchen zu vergessen, weil er uns Angst bereitet und der uns doch immer begleitet.
Den Lebensweg eines Menschen vergleiche ich gerne mit einem Pfad im Wald. Immer wieder kommen wir an eine Abzweigung, bei der wir uns entscheiden müssen, welchen Weg wir einschlagen möchten. Menschen begegnen uns auf dem Pfad. Manchmal gehen sie ein kleines Stückchen mit uns. Für eine kurze Zeit begleiten sie uns, selten für länger. Gelegentlich kommt uns jemand entgegen und warnt uns vor dem vor uns liegenden Weg. Einige wollen uns sogar abdrängen. Links und rechts: Bäume des Lebens. Geschichten könnten sie erzählen, würden wir hinhören.
Was hinter uns liegt? Die Vergangenheit. Ein Pfad, bergauf, bergab. Immer verschwommener erscheint er, umso weiter wir gehen. Und an einigen Stellen scheint das Licht durchzudringen durch das dichte Geäst der Bäume des Lebens.
Was vor uns liegt? Geschichten hört man. Von weiten Ebenen, wo noch kein Baum je gewachsen und kein Mensch je gewesen sei.
Keiner kann es mit Sicherheit sagen.
Was macht die Philosophie denn nun in diesem Wald? Sie ist versteckt, und doch für jeden sichtbar. Sie bildet das Wurzelwerk. Sie hält den Wald zusammen, verbindet die Bäume, gibt Ihnen Energie. Sie übersteht die Zeit und wächst mit Ihr.
Ab und an rasten wir. Die Vögel singen, die Blätter rascheln, Rehe springen über den Weg. Wir sehen und hören es alles. Nehmen wir es wahr? Was sind unsere Augen und Ohren nichts anderes als der Versuch die Welt kennen zu lernen. Ihre Schönheit zu genießen.
Unsere Sinne verstehen nicht alle Sprachen. So tut es doch unser Herz, wenn wir es lassen. Lasst uns bei der Rast die Gedanken schweifen lassen. Hört ihr das Knarzen der Bäume? Den Boden auf dem ihr steht, der euch trägt und nicht fallen lässt? Er stellt keine Erwartungen an Euch.
So wie der Mensch doch immer auf der Suche ist, soviel übersieht er auch auf seinem Weg.
Warum genau denn nun die Philosophie?
Sie ist für mich nicht nur das Wurzelwerk unseres Waldes. Für mich ist sie mehr. Die Schönheit Ihrer Logik, das Gedankenspiel, der Traum von Größerem, Realität geworden. Es ist die Jagd nach der Erkenntnis und das Wissen Ihrer Unerfüllbarkeit. Ideensammler möchte ich werden. Ruhepol für Suchende.
Dafür will ich das Werkzeug erlernen. Den Weg der Großen verfolgen. Meinen Eigenen weiter gehen.
Samen will ich pflanzen auf den weiten Ebenen, wo noch kein Baum wächst und kein Mensch je gewesen ist.
Entdecken will ich die Welt und mein Schatten soll mein bester Begleiter werden.
große worte :-P
AntwortenLöschenja.. so wie mans halt von ihm kennt^^
AntwortenLöschenschöner text, kannst du nicht einfach anfangen bücher zu schreiben ;)
AntwortenLöschenwenn ich dein bild nehme, vn dem wald, dann ist für mich philosophie mehr ein ewig wechselnder wind, der durch die Bäume zieht. ixh denke dasss sich die Philosphie eines menschen ändert mit jedem neuen menschen den wir kennenlernen, mit jeder erfahrung die wir machen. und was die philophie in diesem wald macht ist denke ich uns ein zeichen geben, dass hinter allem ein tieferer sinn steckt. erinnerst du dich an König der löwen. Mufasa sendet nachrichten mittels des Windes.weisheiten werden durch den wind übertragen.ist das auch ein motivationsschreiben?
bist du verschollen oder ist die letzten tage einfach nichts mehr passiert bei euch? jeden tag schau ich nach, aber kein neuer eintrag von dir zu lesen.... tz^^
AntwortenLöschenhoff euch beiden gehts gut und wir können vll mal die tage iwann skypen...?!?^^
bussi