

Es ist so weit. Wie oft habe ich mir vorgestellt meinen letzten Bericht zu schreiben. Wie oft habe ich mir vorgestellt, wo ich wohl am Ende dieses Jahres stehen werde. -Nicht wieder am Anfang. Nein. Verändert. Sehr wohl. Reif für die Heimat. Oh ja. -
Was haben Vici und ich nicht alles erlebt, gesehen und bereist. Was bleibt davon? Was ist von Bedeutung? Wie sehe ich Neuseeland heute? All dies versuche ich in einem abschließenden Bericht zu fassen.
That was New Zealand for me:
Meine Erwartungen
Bevor ich starte mit meinen verschiedenen Kategorien, fasse ich doch zunächst einmal das Bild von Neuseeland zusammen, dass ich vor diesem Jahr hatte und meine Erwartungen an dieses Jahr.
Wer kennt es nicht? Saftig grüne Weiden, von Hundertschaften von Schafen bevölkert. Gebirge unter Schneedecken versteckt von welchen aus man die Surfer am Strand beobachten kann. Eben ein typisches Postkartenbild. Herr der Ringe sei Dank.
Sicherlich war mir auch die Lage Neuseelands bekannt. Am Popo der Welt. Einmal auf die andere Seite bitte.
Meine Vorstellung von der Schule....? Hmm.... sofern ich eine hatte, war sie sicherlich komplett anders, als was mich erwartete. Die Kids stellte ich mir als wohlerzogene englische Highschoolschüler vor. DIe Stadt wohl eher als verschlafenes kleines Dörfchen.
Es hat mich in die Ferne gezogen. Selbstverständlich wollte ich mein Englisch aufbessern und verrückter Weise sollte es schon immer Neuseeland sein.
Ich wollte erleben, leben, etwas Neues entdecken. Nicht nur am Land. An mir selbst. Wie es meine Blogüberschrift bis vor kurzem beschrieb: Einen Traum leben.
W(h)anganui
Die große Bucht. Eine Stadt mit zwei Gesichtern. Bis heute glaube ich, dass es wenig andere Plätze in Neuseeland gibt, die das Land so zusammenfassen, wie es die an der Südküste der Nordinsel gelegene 50 000 Seelenstadt tut.
Als ich ankam im August letzten Jahres war es Winter. Einer der kältesten und verregnetsten seit 1945. Die touristische Seite ist schnell abgehakt. Auch nach der 20. Stadtführung für unsere zahlreichen Gastfreunde dauerte es kaum länger als einen Tag um Wanganui‘s schönste Seite zu präsentieren.
Zum geschichtlichen: Sie gehört zu einer der Gründungsstädte Neuseeland und ist dementsprechend „alt“. Etwa 50 000 Einwohner hat sie. Ihren Namen verdankt sie Ihrer Lage am Whanganui River. Dem größten Fluss Neuseelands.
Es ist kalt hier. Immer noch oder besser gesagt wieder. Von Wärmedämmung halten die Kiwis nicht viel. Sind eben doch en‘ paar ganz harte Kerle.
Wanganui und Nachtleben lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Stellar. Das Restaurant, die Bar, die Dorfdisko. Mehr gibt es nicht. Kupe kennt ungefähr jeden 2. und ist mit den andern 50% dort verwandt. Mir fallen nur die Schüler auf und daher meide ich den Laden auch.
Der Strand... Hmm... Jetzt mag ich doch viele Strandfotos hier reingestellt haben. Nicht mehr als 3 waren vermutlich vom Wanganui Beach.
Zum surfen? Alle 6 Wochen hat es Wellengang. Zum Baden? Zu kalt. Zum genießen?... Zu viel Dreck vom Fluss wird angespült.
Vulgär doch trifft wohl die Meinung einiger über Wanganui: „What a shit hole.“
Viel Kriminalität, Drogenprobleme und Vandalismus. Eine andere Seite von Neuseeland. Vorteil? Touristen sieht man selten. Das habe ich genossen.
Menschen
Mein Bild vom Frankfurter Flughafen bei der Ankunft: Menschen in Eile, keiner interessiert sich für den anderen, alles muss schnell gehen und wehe wenn nicht, ein Lachen gehört zur Seltenheit. Emotionswüste.
Nicht hier unten. Ob es die geringe Zahl von nur 4 Mio. Einwohner ist oder die vielen Touristen, die das Land das ganze Jahr über bevölkern.
Man ist relaxt hier in „down under“ und das gefällt mir. Es kann bei der Post auch gerne mal 30 min dauern - keiner würde auf die Idee kommen, sich zu beschweren. „How are you?“ - „How is it going?“ - die wohl meist verwendete Floskel. Erst seit kurzem höre ich auf drauf zu antworten. Was haben wir nicht darüber diskutiert, ob Floskel oder Freundlichkeit. Es ist wohl beides.
Die Menschen sind mit weniger zufrieden hier, so hatte ich den Eindruck. Der Druck und das schnelle Leben aus Deutschland oder Europa haben es noch nicht erreicht, das kleine Land der Schafe.
Sie sind Stolz auf ihr Land und so wurden auch Unendschieden der Fussballer, wie ein WM-Titel gefeiert. Das gefällt mir.
Sicherlich gibt es gerade in Wanganui auch einige Spinner und griesgrämige Herrschaften. Doch in diesem ganzen Jahr kann ich mich kaum an eine Situation erinnern, inder ein Neuseeländer nicht hilfsbereit, zuvorkommend und freundlich gewesen sei.
Davon können wir einiges lernen.
hey seb,
AntwortenLöschenschön, wie du nochmal den blick über das vergangene schweifen lässt.
aber wo die surfer bei herr der ringe sind oder frodo mal einen beobachtet, musst du mir nochmal erklären ;)
viele grüße an den "popo" der welt :-)
franzi
hi sebbl,
AntwortenLöschenjaaa errinerungen sind das beste an allem, das kann dich nur noch stärker machen fürs weitere ;)
ich hoffe, dass auf dem ersten bild nicht der rasen brennt, den sonst würde ich eure fröhlichen gesichter nicht verstehn :D
..ah und ja, noch was, ALL WHITES RULES, das unentschieden war ja mehr als verdient und das noch gegen den (amtierenden) weltmeister, congrats!! :P
lg maddin
alles hat ein Ende.. :-P
AntwortenLöschenvielen Dank für die ausführlichen, spannenden und schön geschriebenen Berichte vom "A. der Welt" und natürlich die Fotos und Postkarten :)
.. nur die wurst hat zwei :-P
Wir müssen mal wieder zu "Best Worscht in Town" :D
Machs gut =) genies die letzten 9 Tage und die vielen Impressionen auf der Rückreise!
"Das Startgeräusch eines Mantas? Asi- Asi- Asi- Asi proll- proll."
"Ich finde es gar nicht schlimm Manta zu fahren, Hauptsache man ist gesund." ;)
Ich wuensche Dir ein paar schöne restliche Tage im Kiwiland, bevor Du wieder zurück ins hektische Deutschland kommst. Ich hoffe Du hast viele gute Erinnerungen und Erfahrung in Neuseeland gemacht.
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