Freitag, 29. Januar 2010






7 Wochen voll mit Spiel, Spaß und Spannung gehen zu Ende. Zwar war es doch eine lange Zeit, schließlich mehr als 1/3 meiner Zeit überhaupt in Neuseeland bis dato, doch durch die vielen Erlebnisse verging sie wie im Fluge. Die Ferien sind vorbei. Der Alltag beginnt wieder.

Doch zuvor sei noch die letzte Woche beschrieben. Wir machten uns auf den Weg nach Norden von Wanganui zu den Waitomo Caves. Caves bedeutet in diesem Falle nicht nur einfach Höhle oder Gruft, sondern Riesenspielplatz für alle Alters- und Adrenalingruppen und dabei auch noch unter Tage.

Das Höhlensystem in Waitomo ist stark ausgeprägt. So hat man bereits bis heute über 330 Höhlen gefunden, die mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten einen ins Staunen versetzen. Die Systeme reichen von einigen Metern bis hin zu 15 km unter dem Erdboden. Die meisten sind begehbar, doch nur einige sind dem Tourismus zugänglich. So die 3 Höhlensysteme, die wir besucht haben. Waitomo Glowworm-, Ruakuri-, sowie die Aranui Caves. Völlig verschieden waren sie doch alle drei auf ihre ganz spezielle Weise beeindruckend. So sind wir in den Glowworm Caves über einen unterirdischen See gefahren und konnten 1000e von Glühwürmchen an den Decken leuchten sehen, wie an einem Sternenhimmel.

Bei den Ruakuri Caves führt zunächst ein gigantischer Eingang hinunter in die Tiefe, bevor man an Schluchten, Wasserfällen oder Gesteinsformationen vorbei läuft unter Tage. Nur ein Rohr vom Erdboden bis hinunter in die Höhle gebohrt, lässt einen erahnen, das man etwa 65m in der Tiefe ist.

Die Aranui Caves haben bis zu 5,5 m lange Formationen zu bieten. Wobei man sich vorstellen muss, dass sie für einen Zentimeter etwa 100 Jahre brauchen. Einige Millionen von Jahren sind sie alt und lagen die meiste Zeit, die sie überdauerten unter dem Meeresspiegel.

Wie immer gibt es natürlich auch für den Adrenalinjunky etwas . Wer nicht eine trockene Tour buchen möchte, kann auch auf Blackwater Rafting Tour gehen oder sich 100 m in die Tiefe abseilen lassen.

So sind wir allerdings trockenen Fußes wieder nach Hause gefahren und hatten auf dem Heimweg sogar noch „Best Burger I’ve ever had“ Teil 2 nach Queenstown. Ja meine lieben Freunde, das Essen ist wichtig. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie man gute Bäckereien hier vermisst. Nichts mit Peter’s Bäcker an der Ecke. Nur die Chips sind gut und günstig.

Die letzten Tage besuchen uns noch Mariska und Alexej in Wanganui und wir zeigen Ihnen ein wenig von der Stadt.

Für mich geht es heute mit dem Flieger rauf nach Auckland, um einen Schüler aus Japan ab zu holen, der für ein Jahr hier sein wird. Bei 25 000 Nz$/ pro Jahr kann man auch mal den Gappi rauf fliegen lassen für ein „Grüß Gott“.

Das Surfproblem:

Man glaube es kaum, doch bis jetzt war ich ganze 4 Mal surfen. Und mittlerweile nenne ich es gerne das Surfproblem. Ganz praktisch an dem heutigen Tag fest zu machen. Man quält sich morgens aus dem Bett weil man denkt: „Nur der frühe Surfer, erwischt die Spülung.“ Doch dann steht man am Strand und sieht nichts. Wie bei einem See, einfach nichts. Keine Welle. Höchstens alles 10 min eine Handbreite „Anspülung“. Ich gebe zu Wanganui ist nicht das Surferparadies, doch das macht dem Anfänger ja bekanntlich nicht viel. So wechseln sich schlechtes Wetter, Ebbe und niedriger Wellengang ab und man fällt nochmal in sein Bettchen und hofft auf den kommenden Tag. Das Surferproblem. ;)

Samstag, 23. Januar 2010






Nur verschwindend gering erscheinende 3 Tage sind wir schon wieder in Wanganui und schon kommt es mir vor wie eine halbe Ewigkeit. So viel habe ich euch zu erzählen und es ist oftmals schwierig es alles schriftlich fest zu halten, doch schließlich ist es ja nur vorüber gehend und ihr wollt bestimmt auch noch einige lustige Geschichten hören, wenn Vici und ich wieder kommen.

Anfangen werde ich mit der Fähre von Picton rauf nach Wellington. Man stelle sich eine Fähre vor, die wohl größer ist, wie jedes Gebäude auf der Südinsel oder zumindest einmal in Picton und mit Güterzügen, LKW`s und Campern voll bepackt, schwer ist wie ein Riesentanker. Und nun stelle man sich einfach vor, wie dieses Riesenschiff von den Wellen einfach zum Spielball degradiert wird. Der Wind und die damit verbundenen 3-4m hohen Wellen machten Vici und meinem Magen ganz schön zu schaffen. Zunächst standen wir noch vorne am Fenster und freuten und wenn das Wasser bis rauf über die Brücke spritzte. Doch nach einiger Zeit, wohl gemerkt 3 Stunden Fahrt, hatte man genug von dem ständigen Freifallgefühl und dem anschließendem Ächtzenden Geräusch des Schiffrumpfes. Schön waren überall die Kotztüten trapiert, sogar geöffnet in den Waschbecken der Toiletten. Man kann ja nie wissen.

Dies war also unsere Überfahrt auf die Nordinsel.

Die folgenden drei Tage in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, verbrachten wir relativ ruhig. Wir besuchten die Weta Studios, am Flughafen Wellingtons gelegen. Dort wurden die Kostüme, die Animationen, die Miniaturen von sämtlichen Gebäuden und Lebewesen, das Maskenbild, und vieles mehr von Filmen wie der Herr der Ringe Triologie, King Kong, Die Chroniken von Narnja, I Robot, Van Helsing, Halo oder Avatar geschaffen. Die Studios wuchsen von einstmaligen 10 Mitarbeitern auf ca. 100 an. Dabei gibt es schier alles dort. Von Holz-, über Metall-, über Kunststoffwerkstätten, Schustern, Schneider, Designer, Maskenbildner oder Maler. So viel kreative Köpfe auf einem Haufen sieht man wohl nur selten. Doch hierbei sind die Neuseeländer und der Gründer Taylor bescheiden geblieben. Neben „Industrial Light and Magic“ von George Lucas und Sony Picture Imageworks zählt Weta Digital zu den wichtigsten Unternehmen für Spezialeffekte der Welt. (so Wikipedia)

Nichts ist von dem Prunk und dem Showgeschäft, der Konkurrenz bei den Weta Studios in Wellington zu sehen. Nur ein Schild vor dem unscheinbar wirkenden Komplex weist darauf hin, um was sich sich bei dem Gebäude überhaupt handelt. So kann man einige Unikate in einem winzigen Museum bestaunen oder sich einen 20 minütigen Film über die Studios ansehen. Sehr sympathisch. Nur 10 min entfernt davon liegt das Schiff noch an, welches für den Film King Kong benutzt wurde. Und alles scheint fast in einem privaten Rahmen gehalten zu werden.

Selbst die Busfahrt dorthin war ein Erlebnis. Nachdem wir fast jeden Bordstein mitnahmen in sämtlichen Kurven und es keinem auf zu fallen schien außer Vici und mir, fielen wir nach einem lauten Knall definitiv als Touristen auf. Der laute Knall, der wiederum keinen zu stören schien, kam von den Verbindungsstäben zum Strom am Dach. Der Busfahrer (oder Busfahrerin, man wusste es nicht so genau) schien ebenfalls recht routinevoll seine Handschuhe zu holen und das ganze wieder in Ordnung zu bringen. Das liebe ich an den Kiwis. Die Gelassenheit und die Freundlichkeit.

In Deutschland wären vermutlich Stänkereien, wenn nicht sogar Klagen nicht ausgeblieben.

Im Te Papa Nationalmuseum am folgenden Tag besuchten wir den High Ride. Ein Kino in dem man nicht nur die Freizeitaktivitäten der Neuseeländer sieht, sondern fühlt, indem die Sitze sich bewegen und man ganz schön durch geschüttelt wurde.

Eine 14m länge Satellitenaufnahme von Neuseeland, beleuchtet auf dem Boden, gehörte ebenfalls zu der Ausstellung. Ebenso wie ein 14m langer Screen, auf dem man Bilder von Monitoren laden konnte oder selbst geschossene Werke hochladen durfte. Das ganze mit einer Fernbedienung, die einem erlaubte die Bilder zu bearbeiten, die überlebensgroß erschienen und sie so oft herum zu schieben, wie man wollte. Einmalig sei dieses Wunderwerk der Technik weltweit und mit einigen Mio. $ wohl auch einmalig teuer. Der gepostete Link vor diesem Eintrag zeigt den Screen mit unseren Fotos darauf.

Nun aber zur erfreulichsten Nachricht der letzten Zeit. Die 3 Tage Wanganui wurden auch gleichzeitig zu Vicis ersten 3 Arbeitstagen im Restaurant „Indigo“. Die Service Chefin, eine Deutsche mit russischem Akzent passt ja fast wie angegossen (haschn?). Vici arbeitet dort zunächst Teilzeit und ab Februar vermutlich Vollzeit. Mit 12,50 Nz$ ist es im Moment noch beim Mindestlohn von Neuseeland aber dies wird sich mit der Zeit ändern. Die Kollegen scheinen nett zu sein und die Kundschaft auch. Da kann doch fast nichts mehr schief gehen. Vici hat sich schon die Füße wund gelaufen und hat schon in 4 Tagen bald ihre 30 Stunden abgearbeitet. Ich hingegen übernehme den Haushalt mit Wäsche, putzen, Einkauf oder kochen. Wobei mir natürlich auch Kupe oder Vici so gut es geht helfen.

So, jetzt muss ich aber mal den Kühlschrankenteisen. Der Haushalt ruft. „Das bisschen Haushalt macht sich doch von allein, das bisschen Haushalt.......“ ;)

Dienstag, 19. Januar 2010

http://www.ourspace.tepapa.com/wall_snapshots?time=January%2019,%202010%2012:30%20PM

Dienstag, 12. Januar 2010




Kia Ora. Was so viel heißt, wie Guten Tag. Schließlich muss man ja auch etwas für die einheimische Kultur tun.

Viele neue Eindrücke hat uns unsere Reise gebracht und einige neue Fleckchen Erde haben wir für uns entdeckt.

Zu aller erst werde ich einmal versuchen unsere Route zu beschreiben im Verlauf der 4 Wochen Südinsel-Reise. Für Kenner ein Heimspiel werde ich für Laien eine Karte beilegen oder zumindest nachreichen.

Die Fähre brachte uns am 17.12. von Wellington nach Picton. Picton liegt ganz im Norden der Südinsel und ist neben den Fähren, die dem Städtchen eine ständige Touristenflut beschert , auch für seine wunderschönen Buchten bekannt und geliebt. Dort verbrachten wir die ersten beiden Tage und bekamen schon mal einen guten Eindruck von der Landschaft. Anschließend ging es an der Ostküste immer weiter Richtung Süden. Bei einem kurzen Stop in Blenheim konnten wir die zahlreichen Weingüter bestaunen auch wenn das Wetter leider etwas zu schlecht für eine kleine Wanderung war. Dafür blieben wir aber 2 Nächte in Kaikoura, einem kleinen Dorf auf halbem Weg nach Christchurch. Vor allem die krassen Gegensätze machen die Natur so schön. Man schaut auf das Meer und sieht im Hintergrund die schneebedeckten Gebirgszüge. Fährt man weiter hat man plötzlich eine karge Landschaft um sich herum von der Sonne ausgetrocknete Felder, die anders wo in saftigem Grün erstrahlen. Nach dieser kleinen „natürlichen“ Verschnaufpause ging es in die „Großstadt“ Christchurch. Mit ihren ca. 340 000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Südinsel. Dort tanken wir uns mit Großstadt-feeling auf und besuchten neben Museen und Kirchen auch etliche kleiner Ortschaften drum herum. Und ich brachte Vici und Alexej Skat bei. Wichtig, wichtig. J Von Christchurch aus fuhren Vici und ich alleine weiter zum Mt. Cook um dort Weihnachten zu verbringen. Allein der Weg dorthin ist unglaublich schön. Die Schmelzseen könnten aus Büchern über die Südsee stammen, so türkis blau sind sie. Dabei liegen sie so ruhig da, dass sich die Southern Alps in Ihnen spiegeln. Neben Gletschern kann man den Mt. Cook allerdings nur von unten bestaunen, ansonsten hilft einem entweder nur ein Helikopter, ein Flugzeug oder eine gute Bergsteigeraurüstung mit dazu gehöriger Erfahrung.

Und weiter in den Süden ging die Reise. Nach Oamaru. Vermutlich nicht nur am 25.12. eine etwas ruhigere Stadt, war sie an diesem Tag wie ausgestorben. Dafür feierten wir nach neuseeländischer Art und Weise am 25. Weihnachten im Hostel und bestaunten Pinguine im Hafen.

In Dunedin unserem anschließendem Ziel trafen wir wieder auf Alexej und seine gerade angekommene Freundin Mariska. Und René wurde vom Flughafen abgeholt. Zu fünft verbrachten wir 6 Tage in Dunedin, unter anderem Sylvester. Dabei ist zugegebener Weise eine knappe Woche schon recht viel gewesen. Doch nichts desto trotz war es schön. Sylvester selber (um Franzis Frage mal gerecht zu werden) stellte sich aber eher als flopp heraus. Das Feuerwerk in der Stadt würde von dem am Kurhaus in Baden-Baden wohl bei weitem übertroffen werden. Und da Feuerwerkskörper nicht frei erhältlich waren, gab es auch niemanden sonst, der rum schoss. Ähnliches habe ich bis jetzt eigentlich von allen gehört, egal wo sie gefeiert haben. Sylvester ist den Kiwis nicht sonderlich wichtig. Ein weiteres Jahr halt, ne....

Nachdem wir endlich wieder weiter fuhren, verschlug es uns an das einsamste Örtchen in Neuseeland. Invercargill. An der Südspitze der Südinsel. Etwas mehr wie 6 000 km vom Südpol entfernt. Aber ähnlich viel war los.

Schnell ging es im Westen wieder weiter Richtung Norden nach Te Anau. Die Stadt selber ist ein einziger Touristenort und lebt nur von den Hostels und Hotels. Dabei liegt sie wunderschön am See und ist Ausgangspunkt für den Milford Sound. Dieser war auch unser Ausflugsziel und wie ich schon davon berichtete, war es vermutlich der Höhepunkt der Südinsel und das bei Nebel. Einfach überwältigend.

Aber jetzt kam das Abenteuer. Queenstown. Den Flair einer Südspanischen Stadt, die Touristen wie in Lorette, die Freizeitangebote besser als in jedem Holiday- oder Europapark. Dort sprang ich dann auch Bungy. Und ja ich lebe noch J Dabei sei vorweg genommen, dass es ziemlich cool war und ich es jederzeit wieder tun würde. (wie sich das anhört^^) Zwar hab ich die Nacht davor nicht sonderlich gut geschlafen und war doch ganz froh, dass Vici mich beim Frühstück ablenkte, als ich allerdings im Bus saß mit allen anderen, die mit mir sprangen, war die Angst verflogen. Von Queenstown aus fuhren wir etwa 40min raus zum Nevis. Einem Gebirge, in welches auch der Bungy eingebaut wurde, wie man auf den Bildern sehen kann. Jeden Tag springen dort etwa 100 Leute runter. Wenn man bedenkt, dass A. J. Hackett (Eiffelturmsprung ist berühmt à youtube) alleine drei Anlagen in Queenstown besitzt und ein Sprung zwischen 175 und 250 $ kostet, kann man sich auch Herrn Hackett in einer Yacht vorstellen. Dort angekommen, vorbei an Paintballfeldern, Quadstrecken und Motorcrossmaschinen , schauten wir uns kurz die Anlage an. Ziemlich friedlich lag sie da an einem Dienstag morgen um 9 Uhr. Doch es blieb kaum Zeit. Man wurde gewogen und bekam einen Harnisch angezogen. SO langsam wurde es ernst. Als wir zur Aussichtsplattform liefen, hörte man noch jemanden schreien „Oh my God“, als man auch schon das gespannte Seil sah. Die Schlucht wirkte schon sehr beeindruckend. Nur mit einer kleinen Gondel wie im Film konnte man á 6 Leuten dort rüber fahren. Dort an gekommen ging die Sprungreihenfolge nach Gewicht. Der schwerste sprang zuerst und der leichteste zum Schluss. 500 Sprünge werden mit einem Seil gemacht, damit wird es jede Woche erneuert. 4 verschieden Sorten gibt es die nach Gewicht von 35kg bis hinzu 135kg reichen.

Ich hatte kaum Zeit mich in der Gondel umzusehen, wurden mir die Fußschellen angebracht und ich sollte als nächster springen. Dann durfte ich auch schon auf den Sitz sitzen (haschn?^^) und das Seil wurde angebracht und meinen Füßen und mir wurde nochmal erklärt wo ich zu ziehen hatte, damit sich meine Füße aus klingten und ich drin saß praktisch um wieder herauf gezogen zu werden ohne Sternchen zu sehen. Dann hoppelte ich zum Abgrund hin. Der Typ schleppte das Seil und ließ vor mir das Ende runterfallen. Mein erster Gedanke war: „Shit, ist das hoch“. Man bekommt schon ne Art Tunnelblick und als nächster habe ich nur noch gedacht, wo dran bin ich eigentlich festgemacht. Bei Freefalltour oder Achterbahn hat man zumindest noch ein Gestänge vor sich. Doch dann zählte er auch schon runter und ich dacht nicht mehr viel und sprang. .......21........22.........23..............24...........25...........26.........27........28...... solange dauerte etwa der freie Fall. Seltsamer weise kann ich mich nicht daran erinnern, etwas gedacht zu haben beim Fallen und ein Gefühl der Freiheit hat man. Und die Angst ist dann zumindest völlig verflogen (hasch den?^^). Zuck..... spürt man wie das Seil einen langsam abbremst. Und schon wir man wieder ein ganzes Stück nach oben gezogen bevor man noch einmal kurz das Gefühl von freiem Fall hat. Anschließend ist alles vorbei und es kam zumindest mir wahnsinnig schnell vor. Man wird rauf gezogen, wird abgeschnallt und sieht noch 2 weitere Sprünge bevor man schon wieder mit der Gondel hinüber fährt und seine Bilder und Videos anschauen kann, während die nächste Gruppe schon springt. Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen mittlerweile aber was mir einfach neben dem genialen Sprung nicht gefiel, war einfach die Fließbandabfertigung. Aber daran muss man sich leider bei so etwas gewöhnen. Bei anderen Anlagen springen bis zu 400 am Tag. Unglaublich.

Wir verbrachten die Tage vergleichsweise ruhig in Queenstown. So warn wir noch Sommerrodelbahn fahren in einer -5°C Bar (Name ist Programm) und haben den besten Burger von Neuseeland gegessen. Fergburger. Sehr interessante Geschichte hat das kleine Unternehmen für jeden der es nachlesen möchte, einfach googeln.

Nur noch Richtung Norden ging die Fahrt. Ein Halt am Franz Josef Gletscher, bei dem alle geführte Touren ausgebucht waren und wir zumindest auf 100 m rankamen, ein weiterer Stop in Punakaiki und den Pancake Rocks (Name ist auch hier Programm), bei denen es allerdings so aus Eimern schüttete, dass wir sie leider nicht sehen konnten. So sind wir seit 2 Tagen in Nelson im Norden der Südinsel und verbringen hier unsere letzten Tage bevor es am 17.1. wieder nach Wellington mit der Fähre geht.

Noch eine kleine Geschichte zum Opel: Nachdem der Handyempfang hier immer so eine Sache für sich ist, erfuhr ich erst 2 Tage verspätet von meinem liegen gebliebenen Opel auf der Nordinsel. Dabei mussten die armen das Auto über den 90 miles beach schieben und dabei kam auch noch die Flut. Nachdem es mittlerweile für eine horende Summe von 920$ repariert wurde, erfuhr ich heute, dass Ihnen in Auckland der Reifen geplatzt ist. Niemals Autos tauschen Leute. Und schon gar keine Opel !!! ;)

P.S.: Für Rechtschreibfehler oder sonstige Malheure entschuldige ich mich zu tiefst. Leider ist meine Korrekturleserin Vici schon schlafen und da ich Ihre Brille kaputt gemacht habe, ist sie auch etwas verhindert, was lesen betrifft.

Montag, 11. Januar 2010






Bald folgen Text und richtiges Video. Bis dahin muss dies genügen :)

Dienstag, 5. Januar 2010

Montag, 4. Januar 2010






FROHES NEUES JAHR !!!

So lange haben wir uns nicht mehr gesehen, gehört, geschrieben oder uns gegenseitig neues erzählt. Denkt ihr das auch? Vermutlich haben schon einige meinen Blog aus ihren Favoriten (wo er ja wohl hoffentlich mal war) gelöscht. Oder haben Vici und mich schon in Neuseeland aufgegeben. Aber wir sind noch daJ 1900 km, 5 Stationen und 1500 Bilder später berichten wir vom Erlebten.

Unsere letzte Station von der wir berichtet haben war der Mt. Cook. Dort verbrachten wir Weihnachten. Puh, scheint dass schon wieder lange her zu sein.

Anschließend ging es nach Oamaru an der Ostküste der Südinsel. Am 25.12. war es vermutlich einer der ausgestorbensten Fleckchen Erde, das man sich denken kann. Selbst die Pinguine, die man dort besuchen konnte, schienen sich auf Felsvorsprüngen einen Ruhetag ein zu legen, bevor der Touristenschwarm sie erneut heimsuchte.

Oamaru ist trotz seiner „Größe“ ein schöner Ort. Einige alte Gebäude geben der Stadt ihren eigenen Charme und unser Hostel untermalte das ganze noch mit einer Weihnachtsfeier.

Dabei lernten wir eine Schweizer Familie und einen Studenten (Psychologie) aus Kanada kennen. Sowie einen Australier (Scott), den wir bis gestern immer wieder getroffen haben und wir auch einiges schon zusammen unternommen haben.

Nichts desto trotz freuten Vici und ich uns nach einigen Tagen in der Einöde auf eine größere Stadt.

Dunedin. Nach Christchurch die 2. Größte Stadt auf der Südinsel mit knapp 110 000 Einwohnern. Hier trafen wir auch Alexej und eine Freundin von ihm wieder: Mariska. Sie kam gerade aus Nepal und bleibt für 2 Monate in Neuseeland. René holten wir noch vom Flughafen ab und so war unsere kleine Gruppe komplett.

Schon am Flughafen hatten wir ziemlich viel Spaß um genauer zu sein auf der Rückfahrt. Traurigerweise flog ein Vogel auf unsere Scheibe. Dabei sei erwähnt, dass wir mit 20 km/h vor uns hin tuckerten und der Vogel uns wohl eher mit seinem Nest verwechselt haben muss, so wie er auf die Scheibe zu steuerte. Ich noch am überlegen, wo denn hier der Schneeball her kommt, schreit Vici schon: Vogel!!! Und René hinten drin: Wow, Vogel!!! Man der war aber auch blöd. (Wohl gemerkt ist er Vegetarier !!!!!!!!!! Also René nicht der Vogel, der vll auch.... achhh........ ). Ich mir gedacht, na gut, dann wird der vll ja noch zwischen Dach und Surfboard hängen. (alle Tierfreunde bitte zum nächsten Abschnitt springen). Vici und René mich shcon für völlig bekloppt erklärt, halte ich an und AAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH piept mir was entgegen. Ich einen Sprung nach hinten vom Auto weg, denken die beiden drinnen, man der kann aber gut schauspielern... AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH – ist der Vogel vom Dach runter gefallen. Die beiden aus dem Auto raus gehechtet als ging es um IHR Leben. Die traurige Wahrheit ist dabei allerdings, dass wir den Vogel töten musstenL

(Vici: Ich hab nichts damit zutun gehabt, ich war dagegen!!!) Ja sie war dagegen, wobei mal wieder zu erwähnen sei, dass der Vegetarier am lautesten gelacht hat (Auja fahr nochmal drüber, mist verfehlt, nochmal nochmal) Ist ja gut Vici. Ich werde hier dauernd vom PC verdrängt. Nachdem wir demokratisch abgestimmt hatten und Vici mit ihrer Tierfreundschaft einsah, dass ein wochenlanges Leiden für den Vogel doch keinen Sinn mehr hatte, musste er sterben L. Dafür soll hier dieser Gedenkabschnitt stehen. Für Erwin unseren Lemmingvogel.

Selbstverständlich gab es in sechs Tagen Dunedin aber auch so einiges anderes zu sehen. So z.B. die steilste Straße der Welt. 38% Steigung. Das kommt einem vll nicht viel vor aber wenn man auf halbe Höhe mit durchdrehenden Reifen fest hängt und aus der Windschutzscheibe schauend nur Beton sieht, sowie eine panische Vici neben sich sitzen hat: SCHAAAAAAAAAAAAAAAAAAATZZZZZZZZZ, dann sind 38% verdammt viel.

Eine Art Gallery mit tollen Photografien von Taryn Simon, ein Kinobesuch in Sherlock Holmes, ein Tag am Strand mit atemberaubenden Wellen, mehrere Shoppingtouren und eine Sylvesternacht in Dunedin lassen uns die Stadt wohl nicht so schnell vergessen. Dabei haben wir bei einem Ausflug zu den Moeraki Steinen sogar noch Bekannte aus Baden-Baden getroffen, die im Café hinter uns saßen. Theresa mit ihrem Freund Roland (Grenke) und noch eine Freundin. Es ist selbst bei einigen Mio. Deutschen hier sehr komisch, wenn man in einem Café plötzlich mit: Hey Sebastian... , angesprochen wird.

Dabei hebe ich mir Renés Geldbeutelgeschichte allerdings auf. Denn von Dingen, die auf dem Dach liegen geblieben sind, habe ich schon genug berichtet.

Nachdem uns René verlies, da er nach Australien reiste, ging es für uns vier weiter nach Invercargill.

Eine Geisterstadt an der Südspitze der Südinsel. Normalerweise nur als Basis von Touristen genutzt um auf die kleine Insel „Stewart Island“ zu schippern. Ansonsten wird sie meistens gemieden von Reisenden, da sie so gut wie nichts zu bieten hat.

Und so passte auch das Gewitter mit dem Starkregen gut zur Örtlichkeit. Beim Strandbesuch hingegen blies uns Sand mit über 100 km/h entgegen und nach einer halben Stunde war der Strand wie aufgesaugt und nur der feuchte Teil blieb erhalten, während der lose sich ihren Weg Richtung Stadt bahnten.

Von der Südspitze Neuseelands geht unsere Reise seither nur noch Richtung Norden.

Unsere letzte Station machten wir in Te Anau. Ein kleines Städtchen hübsch am See gelegen, Ausflugsort für viele Touristen.

Neben Wanderungen, Heli- und Wasserflugzeugrundflügen (das ist mal ein Wort) ist es vor allem Ausgangspunkt für Reisende zum Milford Sound.

Trotzdem ist Te Anau eine Überraschung gewesen. So fuhren wir gestern zum Milford Sound hoch.

Der Milford Sound ist Neuseelands meist frequentierte Touristenattraktion. Fast jeder, der über 4 Mio. Touristen jedes Jahr besucht ihn. Daher passt auch die Beschreibung im Reiseführer „Lonely Planet“ gut dazu: „Die Wartehalle für Besucher, die auf die zahllosen Schiffe warten, ähnelt eher einem internationalen Flughafen.“

Doch schon die Fahrt hoch ans Fjord (eigentlich der richtige Begriff) war ein Erlebnis.

Selten haben wir vier vermutlich so einen Starkregen erlebt. Meist hat es in Strömen gegossen und man konnte oftmals nur erahnen wie hoch die Felsen zu beiden Seiten ragten.

Dabei waren die zahlreichen Wasserfälle ein Naturschauspiel, dass einem für immer in Erinnerung bleibt. Aus hunderten von Metern stürzten meist gleich 5-10 Wasserfälle an den Felswänden herunter. Große, kleine, unten Bäche oder reisende Ströme. So soll angeblich auch der 5. Höchste Wasserfall auf der Welt zum Milford Sound gehören. Das Wasser bahnt seinen Weg bei ihm aus etwa 580m Höhe.

Bei unserer Bootstour durch das Fjord machte uns der Nebel meist einen Strich durch die Rechnung. Doch selbst bei schlechtem Wetter wirkte es einfach nur gigantisch. Ohne übertreiben zu wollen, ist es vermutlich einer der schönsten Flecke Erde, die es gibt.

Zwischen 330m und 2km ist das Fjord breit, erstreckt sich über 16km und ist im Durchschnitt 300m tief. Dabei ist es schon in 10m so dunkel, wie im Ozean erst nach 70m. Und so kommen viele seltene Fisch- und Pflanzenarten in den Gewässern vor.

Die Felswände ragen an einigen Stellen tatsächlich fast senkrecht aus dem Wasser herauf bis auf 1300m Höhe. Erst vor einige Jahren sollen dort auch Basejumper am Werk gewesen seien.

Und das alles bei einem Ort, der eigentlich nur 170 Einwohner hat. J

Heute sind wir weiter nach Queenstown gefahren. Der „Partystadt Neuseelands“. Alles erinnert ein wenig an den Ballermann nur doch etwas edler. Bars, teure Geschäfte und Hotels locken das Publikum.

Und dabei gibt es nichts was es nicht gibt: Quad fahren, JetsSki, Jetboat, Raddampfer, Riesenminigolfanlage, Berggondel, Sommerrodelbahn, 3 verschiedene Bungy Jumps, Fallschirmspringen, Water Rafting, Wildwassersurfen, Herr der Ringe Tour, Canyon Swing.... und dabei war das noch lange nicht alles. Man wird von Flyern, Plakaten und Angeboten praktisch erstickt und doch wird vermutlich nirgends sonst in Neuseeland so viel Geld gelassen, wie hier in Queenstown.

So steht morgen für mich der Bungy Jump auf dem Programm. „Nevis-Highwire-Jump“ aus 134m Höhe. Ist damit auch Neuseelands höchster. Vermutlich bin ich die kommenden Tage auch auf Daueradrenalin. Daher wollte ich auch ein letztes Mal in meinen Blog schreiben. Man weiß ja nie :D