Sonntag, 28. Februar 2010

Montag, 22. Februar 2010


Zivildienst im Ausland. Sieht aus wie ein Werbefoto. Klassenausflug? Linos und mein neuer Surfspot? Bushaltestelle Rast...?^^270 kg Schulmüll, der gepresst werden wollte.



Verleiht "V"lügel. Grün ist die Hoffnung. Die Hoffnung nicht ein zu schlafen. Nein es ist nicht das Werk eines verzweifelten Nachmittags. Dazu hat es schon ein wenig mehr gebraucht. Das "GreenBull" Neuseelands. Hergestellt von: Aber natürlich........ Coca Cola.


















Auf spektakuläre Weise die Luft aus einem Reifen zu lassen: Opfer Kupe R.
Bis heute ist es allerdings ungeklärt, was genau so einen Schaden angerichtet hat. War es ein wütender Kieselstein oder gar ein Elephantenbäumchen, welches nicht mehr am Straßenrand stehen und es den stinkenden Autos heimzahlen wollte? Oder gar ein depressiver Gummitannenbaum? Fragen über Fragen.




Sonne, Meer und Sterne. Was will man eigentlich mehr? Auch wenn die letzte Woche in der Schule anstrengend war und ich auch im Hostel am Wochenende „on Duty“ war, hatten wir einige schöne Tage hier zusammen.

Endlich bekamen wir unseren „Stundenplan“ für diesen term. Dies heißt selbstverständlich auch nichts mehr mit faul herum hängen, die vielen schönen Freistunden genießen oder sich vor den Rabauken im Klassenraum drücken zu können.

Grundlegend fühle ich mich schon wie ein Mathe-, Physiklehrer. Gut 15, der ca. 22 Stunden in der Woche habe ich diese beiden Fächer. Allerdings stellt sich dies immer wieder als „crowd control“ heraus, als wirkliches lehren. Mit bis hin zu 36 Schülern in einem Raum und ca. 10 „Totalverweigeren“ ist jede einzelne Stunde ein Kampf gegen das Geschrei.

Trauriger Rekord der letzten Woche waren 10 Leute, die den Raum verlassen durften, weil sie zu sehr störten. Room 67. Klingt hart, soll hart sein, ist für die meisten aber eher Flucht vor dem langweiligen Unterricht. Dorthin werden die „bösen“ kids geschickt, wenn sie nicht artig sind. Und davon hat das Wanganui City College wohl mehr als genug.

Zu meiner Erholung – nein, ich schicke mich nicht selbst in Room 67 und Kur habe ich auch noch nicht beantragt – gibt es einige Stunden Japanisch in der Woche oder ein „Schwimmwettbewerb“ in der letzten Woche. Natürlich durfte ich wieder ein paar Bilder machen.

Mein Japanisch macht hingegen zwar nur wenig Fortschritte aber ich geb’ mir Mühe.

Vici ist fleißig am arbeiten. Mittlerweile kann man es schon als Vollzeitjob bezeichnen mit fast 40 Stunden in der Woche. Oftmals auch Bereitschaft und selbst morgens um 7 ist man nicht bewahrt vor Anrufen aus dem Restaurant.

Und in ihren Pausen kam sie sogar noch zu mir ins Hostel und wir kochten zusammen was für die Kinder am Wochenende.

Die „Baby-Statistik“ aus dem Indigo-Restaurant schockierte uns beide dann jedoch mit 18 Babys von Mitarbeitern und angeblich erst 2 Leuten, die keine Kinder bekommen haben, während der Zeit, die sie dort gearbeitet haben. Da beachte man, dass es das Restaurant erst 3 Jahre gibt. Da wird fleißig produziert, Kugeln wo hin man schaut J

Insgesamt verlief auch meine „weekend-duty“ sehr friedlich. Strand, Pool, Film schauen, kochen, Playstation, Siedler v. Catan spielen... uns wird nicht langweilig.

Fleißig verfolgen wir hier die Winter-Olympiade. Vor allem natürlich weil wir mit Breanna eine Kanadierin als Konkurrentin haben. Immer wieder erschreckend ist die Bob-Bahn, bei der regelmäßig Fahrer stürzen. „Good luck guys!!!“

So langsam beginnen auf der anderen Seite auch schon die Pläne für die Zeit nach Neuseeland. Erste Recherchen, was die Universitäten betrifft haben Vici und ich angestellt. Wo es genau hingeht, wissen wir wohl beide noch nicht.

Dabei bin ich mir mittlerweile allerdings sicher, doch erst einmal in Deutschland zu bleiben und mein Studium wohl nur für eine geraume Zeit ins Ausland verlege. Vici ist mit ihrer Fachwahl etwas weiter gekommen und denkt grade darüber nach Tourismusmanagment + „sth. else“ zu studieren.

Sofern einer schon genauere Daten für den Bewerbungsschluss hat für das kommende Wintersemester (wohlgemerkt für „Nicht-Neuabiturienten“), wir freuen uns Genaueres zu erfahren. Je nachdem muss ja auch bald die Post los geschickt werden :D

Sonntag, 14. Februar 2010




Mitte Februar ist es. Hätte einer gedacht, wie schnell die Zeit doch vergeht. Erst gestern – so scheint es – haben wir Sylvester gefeiert. Über ein halbes Jahr bin ich jetzt schon in Wanganui. Mehr als die Hälfte liegt schon hinter Vici und mir.

Der Alltag ist zurück gekehrt. Doch dies heißt selbstverständlich nicht, dass es langweilig wird. Zwar hingen wir am Montag und Dienstag alle drei (Lino, Breanna und ich) nur rum in der Schule und mussten neben kleineren Kopierjobs uns alle völlig unserer Literatur hingeben. Man liest hier ganz schön was weg kann ich euch sagen. Dafür bin ich immer noch am überlegen, wie ich meine kleine Bibliothek denn wieder nach Deutschland bringen soll.

Von Mittwoch bis Freitag wurden wir dann allerdings doch noch aktiv. Die neunten Klassen, welche auf dem College die Juniors darstellen, gingen auf einen Ruder-Trip. Insgesamt fünf 9. Klassen, machten fünf Ruderausflüge für die GapStudents.

Schon einmal etwas vom „Waka“ gehört? Ein Waka ist nichts anderes, als ein Ruderboot für bis zu 25 Personen. Die Maori haben es genutzt um nach Neuseeland zu kommen und später in Kriegen, zum Fischen, etc.

Ein Steuermann steht ähnlich wie bei den Booten in Venedig hinten auf dem Boot und steuert seinem Namen gerecht werdend das Boot. Vor ihm saßen 10-15 begeisterte Schüler/Lehrer/Gappies, die fleißig ruderten. Und ich kann euch sagen. Nach etwa 12 Stunden auf dem Wasser in 3 Tagen waren wir drei ziemlich ge“rudert“schlaucht.

Von Sonne über Starkregen war alles dabei. Die Kinder fanden es toll, vor allem das finale Rennen bei jedem Trip motivierte sie. Schon nach dem ersten Ausflug stiegen Lino und ich zu den Frontmänner auf, die das Ruder in der Hand hielten (haschn?). Witze über die „deutsche Führungsqualität“ blieben natürlich nicht aus.

Flussaufwärts wie auch Flussabwärts zeigten uns Nes und Net, die beiden Steuermänner, einige „historische“ Plätze oder einfach nur die pure Natur. Geschichte ist hier ja eh immer so ein Thema. Schließlich ist ja selbst das älteste Steinhaus Neuseelands mit knapp 170 Jahren nicht sonderlich alt. Überreste von Anlegeplätzen aus dem 19 Jhd. können damit noch gleichziehen. Aber vom Boot hauen die einen selbstverständlich auch nicht.

Am Freitag Abend gab es im Hostel noch ein Barbecue. Und ich war selbstredend der Grillmeister. Was aber nicht heißt, dass ich besoffen war. Die Theorie besagt ja, dass der Grillmeister seinem Namen auch im Bier trinken alle Ehre macht aber doch nicht vor Hostelkids. Und Paulaner gibt es hier ja auch nicht.

Wenn ich hier grade auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir noch ein, dass ich meine erste Japanischklasse letzte Woche hatte. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, saß ich ziemlich verwirrt drin und hab mich auch ganz meinem Gefühl nach in die Schülerreihen gesetzt. Dafür liegen nun 2 Heftchen auf meinem Schreibtisch mit allen Zeichen und ersten Vokabeln. Ob ich dass wohl durch halte. Schließlich will ich ja auch noch bisschen russisch lernen J

Vici ist fleißig am schuften. Die letzten drei Tage waren es jeweils 9-10 Stunden im Restaurant oder im Café. Und auch heute am schönen Valentinstag muss sie wieder ran. Aber da wir uns beide gesagt haben, dass wir den Valentinstag eh nicht mögen, ist das ja nicht so schlimm.

Ansonsten ist schon ein wenig der Alltag wieder eingekehrt und erste Besuche rücken näher. Ende März wird uns Tami besuchen. Und wir werden mit ihr zurück nach Sydney fliegen und dort 12 Tage bleiben. So haben sich auch noch Benni und Theresa, Semi und mein Vater mit klein Aaron angekündigt. Fullhouse J

Mit Kupe habe ich eine kleine Band ins Leben gerufen: „SuperFreakSociety“. Gitarre und Klavier. 2 Stücke haben wir leihenhaft auch schon aufgenommen. Werde sie bei Gelegenheit mal hochladen. Oder wir schicken die erste CD rum, wenn es sowet ist :D

Einen fröhlichen Sonntag wünschen wir euch allen da draußen in der meist weiten Ferne und genießt den Schnee J

Sonntag, 7. Februar 2010






Etwas geschlaucht sitze ich gerade vor meinem Laptop und versuche Euch die letzte Woche von Vici und mir in Wanganui zu beschreiben.

Wie stellt man sich die erste Woche nach den Sommerferien denn so vor? Chaotisch? Richtig. Etwas Planlos? Richtig. Locker für Schüler und Gapstudents? Richtig.

Ohne festen Stundenplan und wirkliche Aufgaben sind wir in die letzte Woche gestartet. Kopieren, Testbeaufsichtigung oder Stadtführung für Neuankömmlinge aus Thailand/Japan waren das höchste der Gefühle.

2 Tage gab es sportliche Wettkämpfe zwischen den unterschiedlichen „Häusern“. So maßen sie sich in Touch Rugby, Ultimate Frisby, Basketball, Volleyball, Touchball, Cricket.... etc.

Kupe und ich machten fleißig Bilder für die Schülerzeitung, während ich mit Lino und Kevin noch Schiedsrichter spielen durfte. Nur beim Lehrer-gegen-Schüler-Tauziehen wurden wir wirklich aktiv und verloren auch gleich beschämend schnell.

Bei knapp 7 ft. Großen 9. Klässlern aber auch kein Wunder.

Auch für Vici ging es wieder an die Arbeit. Ihre dritte Woche arbeitete sie schon im Restaurant. Immer wieder schauen einige Deutsche vorbei, die sich durch ihren unverkennbaren Akzent auch spätesten beim Ordern einer Cola verraten. Wenn nicht sogar schon zuvor.

Es ist immer verblüffend, wie viele Deutsche hier in Neuseeland sind. Dabei sind alle Altersgruppen vertreten. Von Work and Travel über Kurzreise bis zu Verwandtenbesuch ist dabei alles drin.

Vici und ich freuen uns darüber, dass Wanganui nicht zu den Hochburgen des Tourismus gehört. Natürlich ist es auch schön Menschen aus der „Heimat“ zu treffen. So waren zum Beispiel Freiburger im „Indigo“ oder Theresa aus Baden-Baden kam uns besuchen für einen Tag. Doch dann ist man wieder froh unter „Einheimischen“ zu sein.

Hochburg der Maori, vor allem am City College, Hochburg der Traditionen und natürlich eine der ältesten Städte Neuseelands. Das ist Wanganui. Für die meisten ist es nur ein Städtchen auf ihrer Durchfahrt, wenn überhaupt bleibt Ihnen der Whanganui River in Erinnerung.

Für uns ist es schon ein Stückchen „Hometown“. Ein halbes Jahr bin ich schon hier, Vici 5 Monate. Wir beide freuen uns aber auch natürlich auf zu Hause im Juni/Juli.

Gestern waren Lino und ich mal wieder einmal surfen und das sogar in Wanganui.

Richtig gute Wellen kombiniert mit schönem Wetter. Was will man denn mehr?

Immerhin stand ich schon einige Male auf dem Board für wenige Sekunden. Und man spürt langsam Fortschritte. Dabei sind natürlich kleinere „Crashs“ auch nicht zu vergessen. Sturz Kopf über nach vorne mit anschließender Rolle entlang der Welle und einem Surfboard, dass einem gegen den Kopf gespült wird. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Und richtige Kiwis kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.

Heute war nationaler Feiertag in Neuseeland. Waitangi Day. Der Waitangi Vertrag wurde um 1840 abgeschlossen und war bzw. ist bis heute einer der wichtigsten historischen Ereignisse für Neuseeland. (Beachte Frage)

Zudem besuchten wir wieder einmal das Kino heute. Avatar. Nicht ohne Grund für 9 Oscars nominiert, war es wohl einer der besten Filme, die wir beide seit langem gesehen haben. Also auf auf: ANSCHAUEN !!!

Kupe lernt langsam immer mehr Deutsch. Schließlich ist es sein Traum nach Deutschland zu kommen und dort zu leben, evtl. sogar für immer. Wir scheinen also doch prägenden Einfluss zu nehmen.

Highlight der letzten Woche:

„Are you not from America?“ – „Oh hell no, I’m from Canada“ – „Oh really...(pause) I always thought thats a part of America?!“ – „.........“

Man lernt eben nie aus ;)