Montag, 29. März 2010























THE COVE: Erschreckend. Schaut nicht weg!!!

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HELP!!! DO IT!!!


































2 Wochen lang schuften, schuften, schuften. Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen heißt es bekanntlich. Nicht anders läuft der Osterhase (haschn’?) auf der anderen Seite unseres blauen Planeten.

Was machen Japaner bekanntlich am liebsten? Fotografieren. Gut nicht schwer. Aber für was hat man denn den Gappi mit der fetten Knipse? Zum Fotografieren natürlich.

Nun stelle man sich einfach 15 Japaner im Alter von 16 und 17 Jahren vor. Unschuldig. Schüchtern. Kaum Englischkenntnisse. Willkommen „Mishima Highschool“.

Und dazu stelle man sich die beiden Lehrer vor, selbstverständlich auch aus dem Land der aufgehenden Sonne. Sofern man 20-30 Jahre beim Alter addiert, passen sie in das oben beschriebene Bild wunderbar hinein.

2 Wochen Aufenthalt in Neuseeland. Man kann es dabei nicht ganz als Austausch durchgehen lassen, denn vermutlich werden nur wenige der Kiwikids das Geld für einen entsprechenden Abstecher nach Japan haben. Doch schließlich waren die Gasteltern samt Schülern auch trotzdem sehr nett zu unseren asiatischen Freunden.

Für mich ging es auf etliche Trips: Wellington (Te Papa Museum), Ratana (japanische Kirche), „up the river“, Tour durch Wanganui... Vormittags gab es meist noch einige Stunden Englisch mit Herrn Fairbrother – von Maoris auch gerne Fairbro genannt.

Nach und nach tauten die Kinderchen auf und wir hatten eine Menge Spaß dabei.

Wie wohl schon einige Male berichtet, geht es leider auch immer wieder um das liebe Geld. Schließlich macht man ja Werbung für die Schule. Nicht nur bei den 15 in Wanganui, sondern am besten bei den andern 115 Mio. zu Hause auf der Insel.

20 000 $. Immer wieder wurde die Summe genannt für die lieben Kinderchen, wenn sie ein ganzes Jahr hier verbringen wollten am College. Unerschwinglich für die meisten. Gerade einmal 20% der Bildungsgebühren und 20% des Neuseelandtrips zahlen sie, da sie zu den oberen 10% der Schülerschaft zählen an ihrer Heimatschule.

Abgesehen vom Geld, war es wirklich eine schöne Zeit mit den Rabauken. Meinen Namen hatten sie wohl schnell gelernt, denn ich war der Clown, der überall mit durfte. Ich durfte mich 2 Wochen wie ein Japaner fühlen hinter meiner Kamera. Es gibt schlimmeres sag’ ich euch.

Dabei sei nur eine von zahlreichen lustigen Geschichten hier niedergeschrieben. Besonders gut habe ich mich mit dem ca. 2m großen Naoto verstanden. Um seiner Größe gerecht zu werden selbstverständlich Basketballer.

Nachdem klar wurde welcher Schüler in welcher Hostfamily unterkommen sollte drückte Naoto seinen Neid aus gegenüber seinem Freund, der bei meiner Karatetrainerin Tash unterkommen sollte: (das ganze natürlich auf Japanisch) Man, die ist ja heiß. Warum bekommst du denn die große blonde Frau.

Blöd nur, dass sie auch gleichzeitig die Japanischlehrerin ist und direkt daneben stand. Konnte der gute Mann ja aber nicht ahnen. Zudem sorgte es immer wieder für Gelächter über die 2 Wochen hinweg. Running Gag.

Und schließlich zeigte er auch seine sentimentale Seite beim Abschied, als er sich eine halbe Stunde die Augen ausweinte.

Letzte Woche Montag – schon eine Woche ist es her – durften wir endlich Tamara vom Flughafen in Wellington abholen. Nachdem alle Flüge umgeleitet wurden, wegen orkanartigen Böen in der Hauptstadt Neuseelands, kam doch glücklicherweise Tamis Flieger noch heile an und eine bis zu den Fußsohlen braun gebrannte Tamara lächelte uns im Terminal an.

Seit September lebt sie in Sydney und hatte dort gerade einen Kurs in Wirtschaft abgeschlossen. Nächste Woche wird sie mit uns nach Sydney fliegen und in einem Fitness Studio anfangen zu arbeiten.

Leider wird Tami nichts von der Südinsel sehen, da 2 Wochen in Neuseeland dazu einfach nicht ausreichen, dafür ist sie aber schon wohl vertraut mit Wanganui, New Plymouth, Wellington und am Ende dieser Woche stattet sie Taupo, Hamilton und den Waitomo Caves noch einen Besuch ab, bevor es am Sonntag schon wieder „Bye Bye New Zealand“ heißt.

Es ist wohl ein schönes Gefühl für uns alle so weit weg von der Heimat ein bekanntes Gesicht zu sehen. Und nach einem halben Jahr hat man sich doch auch eine ganze Menge zu berichten. Und über eine Frau im Haus freut Vici selbstverständlich ganz besonders bei sonst doch eher niedriger Frauenrate im Hause Kupe/Seb/Vici.

Nun sei noch erwähnt, dass ich nun mit einer noch dickeren Kamera ausgestattet bin. Vorteil: man kann sich das Fitness Studio gleich sparen.

Nachteil: Man braucht verdammt große Hosentaschen.

Und zu guter Letzt: Mama hör auf kriminell zu sein.

Da war es doch schon so gut getarnt als Osterpaket. Selbst die Schokoeier wurden von Holzduplikaten ersetzt und dann scheiterte es doch tatsächlich am Heu.

Das mag die Biomaschine aber gar nicht an der Grenze.

Tatbestand: Einführung von „Dry Hay“.


Die beiden geköpften Osterhasen dankten es dem fehlendem Dämmmaterial. Wobei vielleicht sollte man auch die Grenzschutzbeamten wegen Osterhasenfolter verklagen.

Werde in den nächsten Tagen noch Teil 2 unserer „Diashow“ hochladen, dafür muss ich aber erst einmal ein Highspeed Internet ausfindig machen.



Sonntag, 21. März 2010

Ein erster Teil unseres Filmes:


Sonntag, 14. März 2010






































Eine Woche voller Gefahren, Abenteuern und „rauchenden Opeln“ geht zu Ende. Anfangen möchte ich doch gleich mal mit dem wohl spannendsten Tag dieser Woche: der Freitag. Ja 5 Tage lang hat es gedauert bis ich wieder mal genug Material zusammen gesammelt hatte, um euch etwas erzählen zu können. Und dann passiert alles an einem Tag.

Zu einer der langweiligsten Kurse in meinem Leben (neben Bio 2-stündig – Ohlsen – ungetopt) zähle ich sicherlich meinen Erstehilfekurs beim DRK. Damals musste ich ihn für den Führerschein machen und die 5 Stunden kamen mir schon verdammt lange vor.

Einige Schüler hier am College kommen allerdings in den Genuss einen 3 tägigen Kurs zu machen über 3 Freitage verteilt.

Aufgabe eines Gapstudent: Augen auf halten.

Dies wurde tatsächlich zur Mission allerdings in anderem Sinne als geplant.

Die Kinderchen waren brav, pumpten die Gummipuppen fleißig mit Luft auf und schlenkerten die Babys durch die Gegend, was mir Hoffnung und zu gleich Angst bereitete. Hoffnung, dass sie noch nicht Vater oder Mutter zu sein schienen, Angst, dass sie es hoffentlich nicht so bald werden, bei dem ängstlich dreinblickenden Puppen.

Der Tutor, der das ganze leitete war ungefähr so groß wie die Puppen allerdings mit Armen und Beinen. Dabei erzählte er mir, dass er „Tauchen“ studierte. Fand ich spannend auch wenn ich nicht wusste, dass dies ein Studiengang ist. Man lernt eben nie aus.

Aber schließlich lag das wichtigste Ereignis ja noch vor uns mit Vicis Geburtstag. 20 ist schon eine magische Zahl. Zumindest fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben alt und die Zeit schien nicht mehr langsam zu vergehen sondern ich sah die Jahre vor meinem inneren Auge vorbei rasen. Klingt dramatisch.

Nachdem Vici leider an ihrem Geburtstag selber arbeiten musste, fuhren wir schon am Freitag nach Wellington für ein schönes Abendbrot.

Wäre da nicht mein kleine gold-silberne, gebrechliche Blechbüchse gewesen. Seelenruhig steht man an der Ampel in Mitten von Autos am Hafen von Wellington, als ich plötzlich weißen Rauch sah. Ich, noch in der Hoffnung, dass es von dem vorderen Auto käme, doch schon mit dem Wissen, dass es wohl nicht so ist.

Glücklichweise waren wir gerade an einer Tankstelle vorbei gefahren und so hielten wir dort an. Nachdem wir von Rauch umhüllte waren, war auch nicht mehr zu leugnen, welches Auto rauchte.

Motorhaube auf. Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn genau wenn man ihn mal braucht der Hebel unterm Lenkrad abbricht. Kam mir schon wieder vor, wie im Komödienstadel.

Nachdem wir sie dann aufhatten, entdeckten wir schnell, dass der Wassertank unter Hochdruck stand. Nach ca. 10 min „kochendem-Wasser-welches-unter-Hochdruck-den-Deckel-sprengen-will-beim-abfließen-Zuschauen“, war auch das Problem relativ schnell klar. Der Tank war leer. Kein Wasser, keine Kühlung, Folge: Hitze. Bleibt die Frage, wohin das ganze Wasser geflossen ist.

Da fällt mir gerade ein: Habe ich schon einmal mein „Inder-Problem“ erläutert? Ja, ich habe grundsätzlich ein Problem mit Indern. Denn die meisten, die ich kenne und das mögen immerhin 0,000000001% der gesamten indischen Bevölkerung sein, wollen mir irgendetwas andrehen. Vom Kameraverkäufer auf Gran Canaria, über den Rosenverkäufer in Lloret („No, thanks, I don’t want them“ – „Fuck you“) bis hin zu den freundlichen Mitarbeitern an der Shell Tankstelle in Wellington.

Nachdem ich der Dame an der Kasse klar machte, dass mein Auto da draußen dampfend steht und es ja schließlich auch eine Gefahr für die ganze Tankstelle darstellen könnte, schickte sie den Kollegen zu mir raus.

Und es hätte vermutlich kaum schlimmer kommen können. Nennen wir ihn mal zweckmäßig Ramsi. Ramsi hatte einen Turban auf, stellte schon bevor er mein Auto überhaupt gesehen hatte, klar, dass er nur zum Auffüllen von Wasser hier sei. Mein Mann, dachte ich. Selbstverständlich musste ich ihm allerdings erst erklären, dass der dampfende Tank vor ihm, wohl der Wassertank sei. Woraufhin er einfach Putzwasser reinschüttete, stoppte, mich anschaute und fragte: „Are you sure, that this ist the water tank?“ – Ja Ramsi aber ich bin mir nicht sicher mit dem Putzwasser. Nach einem weiteren Kurs in Wassertank-Füllen, zeigte mir Ramsi seinen Qualitäten als Inder. „I think, we have to put in some liquid, otherwise it will just freeze, when it is cold.“ – „Oh, yeah, we have liquid inside, do you want some?“ - ... –

Getoppt wurde es nur noch, als Vici auf seine Frage hin, wie es ihr denn gehe, antwortete: „A bit hungry“ – Ramsi antwortete: „We have nice pies inside.“ Ramsi, eben ein Bilderbuch-Verkaufsinder.

Ende vom Lied war, dass wir jemanden vom AA holten (lokaler ADAC). Der kam auch nach weiteren 1,5 Stunden und meinte, dass wohl der Motor Wasser mit verbrannte und dort das Wasser verschwand durch ein kleines Leck.

Das anschließende Abendessen war aber umso schöner und schließlich waren wir dann auch richtig hungrig. Von Steak bestellenden Deutschen in einem Fischrestaurant berichte ich euch dann aber das nächstes Mal.

Happy Birthday Vici !!!

Samstag, 13. März 2010










VICI WIRD 20 !!!

Montag, 8. März 2010




Hier sind wir wieder. Ja uns gibt es immer noch auf der anderen Seite unseres wunderschönen Planeten. Schon fast zwei Wochen sind vergangen und es fällt zumindest mir immer schwerer die Zeitspannen wirklich ein zu ordnen.

Oftmals vergehen die Tage wie im Flug und man hat immer irgendetwas zu tun. Dann wieder meint man auf der Stelle zu treten.

Doch glücklicherweise überwiegt das erstere.

Wie ihr auf den Bildern sehen konntet, haben wir mit Wanganui ein schönes Plätzchen Erde erwischt und vor allem Sonnenauf- bzw. –untergang sind mit dem Meer als Kulisse einfach nur ein Traum. Manchmal muss man sich es erst wieder ins Gedächtnis rufen, dass man ja nur einige Autominuten vom Wasser entfernt ist. Denn vieles spielt sich natürlich in der Stadt ab. Schule, Hostel, Indigo, Karate, Einkauf, Kino....

In den letzten Tagen kränkelte Vici etwas und hatte neben einer Hautinfektion auch noch mit einer Blasenentzündung zu kämpfen. Netter Nebeneffekt ist, dass man erstmal alle möglichen Begriffe nachschlagen darf, bevor man dem Apotheker erklären kann, was einem denn fehlt. „It hurts, when I have to go the toilet.“ War zumindest etwas. „Cystitis“ für alle Medizininteressierten. Nur kennt das dann leider auch wieder nur der Apotheker. „uih ja die Salbe, die sie da aus Deutschland mitgebracht haben, scheint ganz gut zu sein und nehmen sie von den Tabletten einfach 2-4 mal täglich 1-2.“ Gut, dass er kein Mathe studiert hat. Denn es ist wohl doch ein kleiner Unterschied, ob ich denn nun 2 oder 8 Tabletten nehme.

In der Schule beschränkt sich meine Hilfe weiter auf Matheunterricht unter Kontrolle halten. Ungern gebe ich es zu, dass ich manchmal schon froh bin, Karate zu können. In so einigen Klassen muss man da schon aufpassen. Dafür bin ich wahrscheinlich auch schon gefürchtet Schüler doch tatsächlich raus zu werfen, was natürlich der Schüler selbst zu 100% als unbegründet empfindet. „Shut up“ – „Pardon, what did you just say?“ – „I said, you should shut up“ – und tschüss, „Can you put you cellphone away, please!“ – „No, I have to text my mum.“ – und tschüss.... etc, etc... immer wieder bin ich ziemlich erstaunt, was sich Schüler doch alles erlauben. So ungefähr stelle ich mir den Unterricht in der Hauptschule vor. Wenig Wissensvermittlung, viele Erziehungsmethoden und Kontrollmaßnahmen. Bei einigen sagen selbst die Lehrer, dass sie wohl früher oder später im Knast landen werden. Traurige Wahrheit.

Dafür gibt es auch etliche Sportevents für die Schüler, um auf andere Gedanken zu kommen. So z.B. der Leichtathletiktag am Freitag. Kugelstoßen, Sprint, 1 500 – 3 000m, Hochsprung, Weitsprung, sogar Diskus war dabei. Ein gelungener Tag bei gefühlten 50° C im Schatten.

Am Wochenende kam dann Sensei Takahashi Shihan nach Wanganui. Er ist der höchste Dan Träger Neuseelands bzw. trainiert regelmäßig in Nz, denn eigentlich lebt er in Tokyo. Mit seinem 8. Dan ist er schon ziemlich beeindruckend.

So konnten wir unter seiner Anleitung am Wochenende trainieren. Die Japanischen Trainer legen sehr viel Wert auf die Grundlagen, was auch Takahashi tat. Wiederholungen, Wiederholungen, immer und immer wieder.

Seit einigen Tagen sitze ich an einem Film über Neuseeland. Er soll Vici und mein Leben zeigen, sowie unsere Arbeit und die Menschen, die hier leben. Sofern es klappt, werde ich einen ersten Teil die Tage mal hochladen.